ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2006Filmkalender: Im Kino andere Welten entdecken

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Filmkalender: Im Kino andere Welten entdecken

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LNSLNS Von Freundschaften, Glück und der Suche nach sich selbst – das Deutsche Ärzteblatt stellt alle vier Wochen eine Auswahl sehenswerter Neustarts vor.

Foto: Universum Film
Foto: Universum Film
Drama
Ab 26. Oktober 2006:
„Mit Herz und Hand“
Anthony Hopkins will der schnellste Mann der Welt werden. Als kauziger neuseeländischer Rentner Burt Munro macht er sich mit seinem 46 Jahre alten Motorrad, einer selbst frisierten „Indian“, ins unbekannte Amerika auf. In den flachen Salztonebenen von Utah will er sich seinen Herzenswunsch erfüllen: einmal den Geschwindigkeitsweltrekord brechen. Nach einer turbulenten Reise, bei der er überall Freundschaften schließt, führt sein Weg schließlich ans Ziel seiner Träume.
Neuseeland 2005, 128 Minuten

Ab 2. November 2006:
„Snow Cake“
Der Eröffnungsfilm der diesjährigen Berlinale ist etwas für Liebhaber kleiner besonderer Filme: Der wortkarge Engländer Alex (Alan Rickman) trifft in der verschneiten Weite Ontarios auf eine junge Anhalterin, die später bei einem Autounfall ums Leben kommt. Geschockt sucht Alex ihre an Autismus leidende Mutter Linda (Sigourney Weaver) auf und taucht ein in eine Welt, die wundervoll und schmerzhaft zugleich ist. „Snow Cake“ zeigt, wie das Glück manchmal gerade auch in dunklen Stunden zu finden ist. Regisseur Marc Evans verzichtet dabei auf jede Effekthascherei und verlässt sich auf das starke Drehbuch von Erstautorin Angela Pell und die Wirkung seiner exzellenten Darsteller.
Großbritannien/Kanada 2005, 113 Minuten, ab 6 Jahre

Komödie
Ab 26. Oktober 2006:
„Ein Freund von mir“
Zwei der besten deutschen Schauspieler stehen erstmals gemeinsam vor der Kamera: Daniel Brühl und Jürgen Vogel bilden das humorvolle Freundes-Duo, das unterschiedlicher nicht sein könnte. Der eine ein trockener Mathematiker bei einer Versicherung, der andere ein Lebenskünstler, der sich mit Aushilfsjobs über Wasser hält. „Bist du glücklich?“, fragt Hans bei ihrer ersten Begegnung. Aber Karl weiß keine Antwort.
Deutschland 2006, 84 Minuten

Ab 9. November 2006:
„Ein gutes Jahr“
Investmentbanker Max Skinner (Russell Crowe) reist in die Provence, um ein Weingut zu verkaufen, das er von seinem Onkel (Albert Finney) geerbt hat. Dort lässt sich der Skeptiker zunächst nur widerstrebend auf die provenzalische Lebensart ein. Doch mit der Caféhausbesitzerin Fanny (Marion Cotillard) lernt er nicht nur die Leichtigkeit des Lebens, sondern auch die Liebe kennen.
USA 2006, 118 Minuten

Ab 16. November 2006:
„Scoop – die Sensation“
Scarlett Johansson brilliert nach Matchpoint in Woody Allens neuem Film, der ebenfalls in Londons Upper-Class spielt. Aber die Geschichte um einen Journalisten, der aus dem Jenseits seinen letzten „Scoop“ landen will, ist anders als Matchpoint wieder ein typischer Woody Allen, in dem sich der Meister auch vor der Kamera selbst inszeniert.
Großbritannien/USA 2006, 96 Minuten

Dokumentation
Ab 2. November 2006:
„Enron – The Smartest Guys in the Room“
Als der Energiekonzern Enron, die Nummer sieben auf der Fortune-500-Liste der finanzkräftigsten US-Firmen, 2001 Insolvenz anmeldet, beginnt der größte Börsenkrimi der Weltwirtschaft. Niemand hatte vorausgesehen, dass das Vorzeigeunternehmen wie ein Kartenhaus zusammenfallen und mehr als 20 000 Arbeitslose und gigantische Schulden hinterlassen würde. Der Oskar-nominierte Film, der vom US-Drehbuchautorenverband WGA zur besten Dokumentation des Jahres gekürt wurde, führt den Aufstieg und Fall der Drahtzieher hinter dem Skandal vor, die seit März 2006 vor Gericht stehen – ein Wirtschaftskrimi über Bilanzfälschungen, Machtgier, persönliche Exzesse und politische Verflechtungen, basierend auf dem Buch von Bethany McLean und Peter Elkind. McLean hatte mit ihrem Artikel im Fortune-Magazin den Stein um Enron ins Rollen gebracht.
USA 2005 (OF mit deutschen Untertiteln), 109 Minuten


Fotos: Absolut Medien
Fotos: Absolut Medien
DVD-Tipp
Alberto Giacometti: Zwei Annäherungen
Was ist ein Kopf? Eine Frage, die Giacometti Zeit seines Lebens beschäftigte und die zu einer zentralen Inspirationsquelle für seine Skulpturen, Zeichnungen und Gemälde wurde. Der dokumentarische Filmessay rekonstruiert Giacomettis eigenwillige Suche nach dem Wesen des menschlichen Hauptes.
Außerdem: Der Künstler im Interview. Die seltenen Filmaufnahmen zeigen einen besessenen Perfektionisten und mehr als 180 seiner Werke.
Absolut Medien (Bestell-Nr. 820), 64 und 52 Minuten, 19,90 Euro, über www.absolutmedien.de
Verkaufsstart: 13. Oktober 2006
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