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LNSLNS Ab 2007 ist der Sparerfreibetrag fast ein Witz. Doch zum Lachen ist die Halbierung des bisherigen Freibetrags auf Zinseinkünfte gleichwohl nicht. Es darf dann nur noch der mickrige Gegenwert von 750 Euro ohne Hinlangen des Fiskus vereinnahmt werden. Für Verheiratete sind es nur mehr 1 500 Euro Zinsertrag, die das Finanzamt nicht interessiert, ein Hohn in Sachen systematischer Aufbau einer vernünftigen Altersvorsorge.
Doch was nützt das Lamentieren, Gegenwehr ist angesagt, wobei nicht jede Form des Widerstands angemessen ist. Eine Flucht in Steueroasen ist wohl kaum erbaulich, ebenso wenig das Ausweichen in riskantere Formen der Geldanlage, zu denen ich vor allem den grauen Kapitalmarkt zähle, deren Initiatoren derzeit richtig auf die Pauke hauen, wie dem Fiskus ein Schnippchen zu schlagen sei. Aber auch die Idee, statt in Festverzinsliches in Aktien zu gehen, kann ziemlich danebengehen, der DAX ist mittlerweile einfach schon zu sehr nach oben gelaufen.
Auf der anderen Seite bietet es sich gerade nicht an, Anleihen mit einer längeren Laufzeit zu kaufen, um dann über einen höheren Coupon anteilig wenigstens mehr Zinsen zu bekommen. Doch wenn das Kapitalmarktniveau weiter anzieht, wird dieser Mehrertrag über sinkende Kurse wieder aufgefressen, also lohnt sich diese Überlegung auf gar keinen Fall.
Bleibt nur noch Festgeld, um ganz sicher kurzfristig anzulegen? Gottlob nicht. Auch wenn Tagesgeld derzeit durchaus nicht schlecht ist, gibt es aus steuerlicher Sicht deutlich bessere Möglichkeiten. Der Clou findet sich in sogenannten Low Coupon-Bonds, die es tatsächlich gibt. Beispiel: eine topgeratete Anleihe der Bayerischen Landesbank (WKN BLB00Q) mit einer Laufzeit bis 25. September 2008 und einem Coupon von 2,25 Prozent.
Der Kaufkurs beträgt 97,80 und genau hier liegt das Zückerchen begraben. Der Unterschied zum Rückzahlungskurs von 100 ist komplett steuerfrei! An den paar Zinsen aus dem Coupon kann sich dann der Fiskus mitlaben, dafür hat aber der Anleger aus dem Kursgewinn den vollen Ertrag. Wenn das kein Steuerschnäppchen ist!


Börsebius-Telefonberatung
Wie an jedem 1. Samstag des Monats können Sie auch am 4. November 2006 von 9 bis 13 Uhr Börsebius (Diplom-Ökonom Reinhold Rombach) anrufen. Wenn in Finanzdingen „der Schuh drückt“, wählen Sie bitte 02 21/98 54 80-17. Die kostenlose telefonische Beratung ist ein Service des Deutschen Ärzteblattes für seine Leser.
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