ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2006Bundes­ärzte­kammer: Ethik-Diskussion mit den Kirchen

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Bundes­ärzte­kammer: Ethik-Diskussion mit den Kirchen

Dtsch Arztebl 2006; 103(44): A-2905 / B-2529 / C-2433

Klinkhammer, Gisela

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Foto: dpa
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Für eine hinreichende Gesundheitsversorgung auch für gesellschaftliche Randgruppen sprachen sich die Bundes­ärzte­kammer und die beiden großen Kirchen aus. Am 25. Oktober hatten sich in Bonn unter anderem der Präsident der Bundes­ärzte­kammer (BÄK), Prof. Dr. med. Jörg-Dietrich Hoppe, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann, und der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Wolfgang Huber, getroffen. Einigkeit bestand darüber, dass der Schutz des ungeborenen Lebens verbessert und Regelungen gesucht werden müssten, um die Zahl der Spätabtreibungen zu senken. Die Gesprächspartner unterstrichen außerdem die Notwendigkeit, die Frage einer gesetzlichen Regelung von Patientenverfügungen intensiv zu diskutieren. „Patientenverfügungen sind nur ein Element, um eine menschenwürdige Sterbebegleitung zu erreichen“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Das Hospizwesen und Möglichkeiten palliativmedizinischer Begleitung müssten dringend weiter ausgebaut werden. Eine Mitwirkung von Ärzten bei der Selbsttötung widerspricht nach Auffassung der Kirchen und der BÄK dem ärztlichen Ethos. Vorschläge des Deutschen Juristentages, die Garantenpflicht des Arztes für das Leben gesetzlich zum Teil zurückzunehmen und berufsrechtliche Regelungen der Ärzte zu streichen, die die ärztliche Beihilfe zum Suizid sanktionieren, wurden zurückgewiesen. Kli
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