ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2006Walter Rummel Für eine rationale Pharmakotherapie

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Walter Rummel Für eine rationale Pharmakotherapie

Dtsch Arztebl 2006; 103(44): A-2959 / B-2577 / C-2478

Müller-Oerlinghausen, Bruno

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Foto: Universität des Saarlandes/Institut für Pharmakologie
Foto: Universität des Saarlandes/Institut für Pharmakologie
Prof. Dr. med. Walter Rummel, langjähriger Ordinarius für Pharmakologie und Toxikologie an der Universität des Saarlandes, Homburg/ Saar, ist am 23. Oktober 85 Jahre alt geworden.
In Freiburg im Breisgau geboren, absolvierte Rummel sein Studium in Berlin, Würzburg, Gießen, Freiburg und Tübingen. 1952 erwarb er in Düsseldorf die Venia Legendi für Pharmakologie und Toxikologie.
Es folgten Jahre als Oberarzt am Düsseldorfer Pharmakologischen Institut, bis er 1958 auf das Ordinariat in Homburg berufen wurde. Dort war er bis zu seiner Emeritierung 1990 tätig.
Rummels wissenschaftliches Werk umfasst mehr als 300 Veröffentlichungen. Sein mit den Professoren Wolfgang Forth und Dietrich Henschler herausgegebenes Lehrbuch „Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie“ ist zu einem unentbehrlichen Standardwerk geworden und hat viele Studierende durch die Pharmakologie begleitet.
Rummel wirkte unter anderem als Mitglied des Senats der Deutschen Forschungsgemeinschaft und in der Ethikkommission der Ärztekammer des Saarlandes, der er sich bis heute in besonderer Weise aktiv widmet.
Seit 1966 ist sein Wirken eng mit der Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft verbunden, von 1969 bis 1993 gehörte er dem Vorstand an. Auch dort war auf sein nie nachlassendes kritisches Engagement für eine rational begründete und vernünftige Pharmakotherapie stets Verlass. 2003 wurde er zum Ehrenmitglied der Kommission ernannt.
Prof. Dr. med. Bruno Müller-Oerlinghausen
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