ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2006Eltern-Kind-Bindung: Positive Stellungnahme
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Der o. g. Artikel bedarf einer positiven Stellungnahme aus der Sicht der Kinderärztinnen und Kinderärzte. Neben den Eltern der Kinder und der Familie ist die Berufsgruppe der Pädiater die wichtigste Kontaktstelle, bei der Entwicklungsprobleme des Kindes zur Sprache kommen. Dabei stehen neben körperlichen Problemen immer häufiger auch psychische und psychosoziale Themen auf der Tagesordnung. Kinderärzte könnten gut und gerne die Hälfte ihrer Arbeitszeit mit der Besprechung der frühkindlichen Verhaltensauffälligkeiten verbringen. In dieser Aufgabe sollte eine Chance gesehen werden, die lautet: Kinderärzte sind nicht nur für die körperliche, sondern auch für die seelische Gesundheit der Kinder verantwortlich. Diese neue Aufgabe, die die Wichtigkeit des Berufsstandes deutlich unterstreicht, ruft nach einem fundierten entwicklungspsychologischen Konzept, auf dessen Grundlagen die Beratung und Begleitung der Eltern erfolgen soll. Gleichzeitig bedarf das Vorgehen einer gezielten Evaluierung mit der Verbesserung der Rahmenbedingungen (wozu auch eine adäquate Honorierung gehört) . . .
Dr. med. Rüdiger Posth, Altenberger-Dom-Straße 113, 51467 Bergisch Gladbach
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