ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2006Evidenzbasierte Geburtsmedizin
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Geburtsmedizin: Wertvolle und effektive Hilfe

Bei der heutigen Flut von Publikationen und dem immensen Ausmaß der verfügbaren Literatur ist es schwer geworden, sich über die Anwendung einer evidenzbasierten Medizin aktuell zu informieren. Das Buch leistet hierbei wertvolle Hilfe. Die amerikanischen Autoren haben die relevante Literatur bis 2002 zusammengefasst und tabellarisch den Grad der Evidenzstärke zugeordnet. So wurde umfassend die verfügbare Literatur zu den folgenden Themen berücksichtigt: präkonzeptionelle Probleme, Erkrankungen in der Frühschwangerschaft, spezifische fetale Erkrankungen, schwangerschaftsrelevante Infektionen, mütterliche Erkrankungen, Spätschwangerschaft und Geburt sowie postpartale und postnatale Versorgung.
Zu jedem nur denkbarem Unterthema, zum Beispiel Spontanabort, fetale Arrhythmie, HIV, Eklampsie, vorzeitiger Blasensprung oder postpartale Blutung, ist in einer Tabelle stichwortartig die Behandlungsoption der einzelnen Literaturquellen zusammengefasst und die dazugehörige Evidenzstufe angegeben. Die Evidenzqualität ist in Evidenzstärken von I bis IV (I entspricht Metaanalyse randomisierter, kontrollierter Studien, IV entspricht Expertenkomitee oder Expertenmeinung) eingeteilt.
In deutscher Übersetzung und Bearbeitung liegt hier ein geburtshilfliches Werk vor, das für jeden Frauenarzt eine große Unterstützung darstellt. Für das klinische Management in der Geburtshilfe und Pränataldiagnostik sowie in der Schwangerschaftsvorsorge ist es unverzichtbar, aber auch für eine effektive und schnelle Literatursuche sehr zu empfehlen. Heinrich Fendel

David K. James, Kassam Mahomed, Peter Stone, Willem van Wijngaarden, Lyndon M. Hill: Evidenzbasierte Geburtsmedizin. Urban & Fischer, 2005, 498 Seiten, gebunden, 62 €
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