ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2006Jüdische Ärzte: Der Verfolgten und Ermordeten gedacht

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Jüdische Ärzte: Der Verfolgten und Ermordeten gedacht

Stüwe, Heinz

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Gedenken in Berlin: Ulla Schmidt begrüßt Eva Tucker, Enkelin des nach Theresienstadt deportierten jüdischen Arztes Felix Opfer. Foto: epa
Gedenken in Berlin: Ulla Schmidt begrüßt Eva Tucker, Enkelin des nach Theresienstadt deportierten jüdischen Arztes Felix Opfer. Foto: epa
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt hat das Forschungsprojekt zur Aufarbeitung der Rolle der Ärzteschaft im Nationalsozialismus gewürdigt, zugleich aber auch kritische Worte gefunden. Auf einer Gedenkveranstaltung der Ärzteschaft für die vertriebenen und ermordeten jüdischen Ärzte in der Neuen Synagoge in Berlin nannte sie es „beschämend“, dass die Aufarbeitung der Vergangenheit erst im 21. Jahrhundert erfolge und nicht schon in der Nachkriegszeit von Bundesärztekammer und Kassenärztlicher Bundesvereinigung geleistet worden sei. Schmidt erinnerte daran, dass jüdische Ärzte nach 1933 erniedrigt, gedemütigt, misshandelt und mit Berufsverbot belegt wurden – unter den Augen ihrer nicht jüdischen Kollegen. Gott sei Dank habe es auch viele andere Ärzte gegeben, die jüdische Mitbürger geschützt hätten. Schmidt empfahl den Ärzteorganisationen, sich heute für die jüdischen Ärzte zu engagieren, die aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland gekommen seien, und ihnen bei der beruflichen Integration zu helfen. In der jüdischen Gemeinde zu Berlin seien Ärzte heute wieder überproportional vertreten, stellte deren Vorsitzender Dr. Gideon Joffe heraus. Stü

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