ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2006Freie Ärzteschaft: Vorbereitungen auf die Zulassungsrückgabe

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Freie Ärzteschaft: Vorbereitungen auf die Zulassungsrückgabe

Maus, Josef

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Martin Grauduszus (2. v. l.) plädiert für den Ausstieg aus dem Sachleistungsprinzip. Foto: Johannes Aevermann
Martin Grauduszus (2. v. l.) plädiert für den Ausstieg aus dem Sachleistungsprinzip. Foto: Johannes Aevermann
Verschiedene Ärzteverbände, allen voran die Freie Ärzteschaft, bereiten die „solidarische Kassenzulassungsrückgabe“ für niedergelassene Ärzte vor. Dies war das zentrale Thema auf dem „Ärztetag der Basis“ am 4. November in Köln. Rund 130 Ärztinnen und Ärzte nahmen an der Veranstaltung teil.
Dr. med. Martin Grauduszus, der Vorsitzende der Freien Ärzteschaft, sieht mit der geplanten Gesundheitsreform der Großen Koalition eine dramatische Verschlechterung der medizinischen Versorgung auf die Bevölkerung zukommen. Sein Verband, der federführend bei der Organisation der nationalen Protesttage war, will nun den Ausstieg aus dem Sachleistungsprinzip vorbereiten. Dazu soll ein Korbmodell (siehe auch Seite eins in diesem Heft) dienen, bei dem Ärzte ihre Bereitschaft zur Rückgabe der Kassenzulassung erklären.
Die Absichtserklärungen werden über einen Treuhandvertrag mit einem Rechtsanwalt verwaltet. Wirksam würde der Zulassungsverzicht erst dann, wenn etwa 70 bis 75 Prozent der niedergelassenen Ärzte in einer Region ihre Erklärungen „im Korb“ hinterlegt haben und die Vollversammlung der betroffenen Ärzte entsprechende Beschlüsse fasst. JM
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