ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2006Mindestmengen: Herzchirurgie vorerst ohne Fallzahl

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Mindestmengen: Herzchirurgie vorerst ohne Fallzahl

Merten, Martina

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In der Koronarchirurgie wird es bis 2009 keine Mindestmengen geben. Das hat der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) beschlossen. Da in Deutschland eine Zentrumsbildung stattgefunden habe, würden in keinem der Herzzentren weniger als 150 Eingriffe jährlich durchgeführt. Dem Vorsitzenden des G-BA, Dr. jur. Rainer Hess, zufolge ist damit auch ohne Festlegung einer Mindestmenge die Qualität bei Herzoperationen in deutschen Krankenhäusern gewährleistet.
Prof. Dr. Michael-Jürgen Polonius kündigte jedoch an, die Entscheidung in drei Jahren überprüfen zu wollen. Schließlich hätte es unter den Kardiologen erheblichen Streit darüber gegeben, ob sich für die Koronarchirurgie ein klarer Zusammenhang zwischen der Menge der Eingriffe in einem Zentrum und der Ergebnisqualität belegen ließe, sagte der Vorsitzende des G-BA für die Krankenhausbehandlung bei der Vorstellung des Beschlusses in Berlin. Der G-BA hat die Koronarchirurgie im September 2005 in den Mindestmengenkatalog aufgenommen. MM
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