ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2006Studie zum Stillverhalten: Beikost und Ersatzmilch zu früh

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Studie zum Stillverhalten: Beikost und Ersatzmilch zu früh

Dtsch Arztebl 2006; 103(45): A-2984

Bühring, Petra

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Foto: Caro
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Mehr als die Hälfte der Mütter folgt nicht der Empfehlung der Nationalen Stillkommission, ihre Säuglinge bis zum Alter von sechs Monaten ausschließlich zu stillen. Das ist das Ergebnis einer Befragung zum Stillverhalten, die das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) seit 2004 mit 4 000 Wöchnerinnen und jungen Müttern in Berlin durchgeführt hat. Das Ergebnis deckt sich mit Daten vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit zum „Stillverhalten in Bayern“ aus dem Jahr 2005. „Nach zwölf Jahren Aufklärungsarbeit können wir mit der Tatsache, dass Mütter zu früh mit der Zufütterung von Muttermilchersatz und Beikost beginnen, nicht zufrieden sein“, erklärte Prof. Dr. Hildegard Przyrembel, Geschäftsführerin der Nationalen Stillkommission am BfR. Als positiv für ihre Arbeit wertet sie hingegen, dass immerhin 90 Prozent der befragten Mütter ihre Kinder nach der Geburt stillen.
Zwar besteht in Deutschland ein Verbot, kostenlose Proben von Säuglingsanfangsnahrung an Schwangere und Mütter abzugeben, doch nicht alle Hersteller halten sich nach Angaben der Nationalen Stillkommission daran. Die Kommission fordert diese Hersteller auf, das Verbot zu respektieren. Notwendig wäre aber auch eine noch intensivere Aufklärung der stillenden Mütter, betonte Przyrembel. PB
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