ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2006Die Gesundheitskarte: Hintergründe zur Einführung

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Die Gesundheitskarte: Hintergründe zur Einführung

Krüger-Brand, Heike E.

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gematik: Die im Januar 2005 gegründete gematik – Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH, Berlin, ist für die Einführung, Pflege und Weiterentwicklung der Gesundheitskarte verantwortlich. Gesellschafter sind die 15 Spitzenorganisationen im deutschen Gesundheitswesen. Neben dem Techniker Dirk Drees fungiert seit dem 1. Oktober 2006 Peter Bonerz als kaufmännischer Geschäftsführer der inzwischen auf 117 Mitarbeiter angewachsenen Gesellschaft.

Testablauf: Nach der Rechtsverordnung (November 2005) und der Änderungsverordnung (September 2006) erfolgt der Test der Gesundheitskarte in vier Stufen: Labortest, Anwendertest in acht Regionen (Testdaten), 10 000er-Tests (Echtdaten) und 100 000er-Tests in drei Regionen (Echtdaten) sowie parallel in jeweils vier Funktionsabschnitten: 1. paralleles Einlesen von eGK und KVK, ebenso eRezept und Not­fall­daten­satz offline, 2. eGK mit Netzzugang (online), 3. eRezept online und offline, 4. weitere elektronische Verordnungen sowie Arzneimitteldokumentation.

MKT+-Szenario: Um den Einstieg in die Feldtests zu beschleunigen, enthält die Änderungsverordnung die Regelung, dass in den Arztpraxen bereits vorhandene multifunktionale Kartenterminals (MKT) für die Tests mit der eGK weiter genutzt werden sollen. Diese können sowohl die bisherige Krankenversichertenkarte (KVK) als auch die eGK verarbeiten, sofern die Praxissoftware entsprechend angepasst wird. Beim MKT+-Szenario wird es in den Modellregionen zunächst nur darum gehen, die Funktionalität der eGK, beschränkt auf die bekannten Funktionalitäten der bisherigen KVK, zu testen (offline). KBr
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