ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2006Gesundheitsreform: Wettbewerb statt Monopol
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In dem o. g. Artikel liest man: „Dass mehr Geld ins System muss, um die unweigerlich steigenden Ausgaben zu decken, steht außer Frage.“
Dies ist die typische Aussage von Mono- bzw. Oligopolisten und könnte genauso gut von Agrarlobbyisten kommen. Schon Adam Smith erkannte, dass Leistungserbringung unter Wettbewerbsbedingungen für den Einzelnen lästig ist. Daher immer wieder Versuche, durch Absprachen und Regelungen Monopolrenten einzustreichen. Natürlich kann die Gesellschaft (der Staat) aus allen möglichen Bereichen den Wettbewerb herausnehmen, sollte sich aber bewusst sein:
1. Die Marktwirtschaft hat den heute erreichten Wohlstand geschaffen.
2. Wer in einem Bereich gegen den freien Markt arbeitet, muss mit immer weiter steigenden Kosten bzw. sinkenden Leistungen, evtl. sogar beidem, rechnen.
Im Gesundheitswesen besteht die wirtschaftlich absurde Situation einer Bestandsgarantie z. B. für Krankenhäuser und Krankenkassen. Wird schlecht gewirtschaftet, fordert und erhält man öffentliche Subventionen. Ja, schlimmer noch, effizient wirtschaftende Krankenkassen müssen ihre Überschüsse an ineffiziente abgeben. Von der „schöpferischen Zerstörung“ Schumpeters ist man weit entfernt. Als Folge werden Ressourcen in großem Maßstab verschwendet . . .
Dr. med. Hermann Krautter, Fischbrunnenstraße 1, 73728 Esslingen
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