EBM-Ratgeber

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LNSLNS Der EBM spricht im Kapitel 31 vom Operateur. Ist damit die Person oder die durchführende Praxis gemeint?
Gemeint ist die Praxis, die die Leistung erbringt. In der Präambel 31.2, Nummer 8 sind Leistungen zugelassen, die zusätzlich zur Operation berechenbar sind. Andere Leistungen sind in der Operation einkalkuliert und damit daneben ausgeschlossen. Diese Regelung gilt gleichermaßen für Gemeinschaftspraxen. In die Operationsleistung wurde beispielsweise ein postoperativer Arzt-Patienten-Kontakt eingerechnet. Könnte der Partner in der Gemeinschaftspraxis den höherbewerteten, überweisungsgebundenen Nachbehandlungskomplex berechnen, würde eine doppelte Vergütung des ersten Arzt-Patienten-Kontaktes erfolgen. Eine Behandlung auf interne Überweisung ist in Gemeinschaftspraxen auch laut Bundesmantelvertrag nicht möglich. Eine Ausnahme ist die in der Gemeinschaftspraxis zulässige Nebeneinanderberechnung von Narkose und Operation (Allgemeine Bestimmung 5.4).

Kann ein Konsultationskomplex berechnet werden, wenn eine Leistung einen oder mehrere Arzt-Patienten-Kontakte enthält?
Ja, denn der Konsultationskomplex stellt primär eine Zählziffer dar, die nach der Leistungslegende „je Arzt-Patienten-Kontakt“ berechnet werden kann. Daher ist hier nicht die Allgemeine Bestimmung 2.1.3 zum EBM einschlägig, wonach eine Leistung nicht berechnungsfähig ist, „wenn sie Teilleistung einer anderen berechnungsfähigen Leistung eines Leistungskomplexes ist“. Neben Leistungen wie der Nummer 07330 Behandlung einer Funktionsstörung der Hand mit mindestens drei Arzt-Patienten-Kontakten kann der Konsultationskomplex daher grundsätzlich berechnet werden. Bei solchen Komplexen ist die Angabe der Konsultationskomplexe sogar erforderlich, um nachvollziehen zu können, dass die Leistungsinhalte vollständig erbracht wurden. Zu beachten sind stets die speziellen Berechnungsausschlüsse zum jeweiligen Konsultationskomplex. So ist insbesondere die Berechnung des Konsultationskomplexes neben dem beispielsweise für den ersten persönlichen kurativen Arzt-Patienten-Kontakt anzusetzenden Ordinationskomplex ausgeschlossen. KBV
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