SUPPLEMENT: PRAXiS

Sonderschau Medica Media

Reum, Lutz

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LNSLNS Zum neunten Mal findet im Rahmen der Medica auch die Medica Media statt, eine wissenschaftliche Sonderschau zu medizinischen Informationssystemen und Telemedizin (Halle 16/A 05-1). In Präsentationen, Vorträgen und Workshops stellen Referenten aus verschiedenen Institutionen und Unternehmen die Möglichkeiten der Datenvernetzung und des Datentransfers vor. Die Sonderschau informiert als unabhängige Plattform über den Stand der Forschung und Anwendung der Telematik im Gesundheitswesen, ermöglicht den interdisziplinären Erfahrungsaustausch und kontroverse Diskussionen über technologische Potenziale und gesellschaftliche Akzeptanz der Telemedizin.
Dabei nimmt der Themenkreis um den Aufbau der Tele­ma­tik­infra­struk­tur zur Einführung der elektronischen Gesundheitskarte und des Heilberufsausweises einen großen Raum ein. Diskutiert werden die möglichen Auswirkungen auf die Gesundheitsreform und die Bedeutung für den niedergelassenen Arzt. Vor dem Hintergrund der bevorstehenden 10 000er-Tests in den bereits seit Längerem definierten acht Testregionen wird in verschiedenen Workshops der Entwicklungsstand der dafür notwendigen Komponenten (wie zum Beispiel Kartenleser, Terminals, Konnektoren) und Prozesse (Anbindung an Arztpraxen, Workflow des Gesamtsystems und anderes) vorgestellt. Hierbei wird gezielt auf das Arbeitsumfeld des niedergelassenen Arztes eingegangen und die Auswirkungen auf den Praxisalltag dargestellt. Der elektronische Arztbrief steht im Mittelpunkt eines eigenen Workshops; ein weiterer beschäftigt sich mit der Abrechnung telemedizinischer Leistungen aus Sicht der Krankenkassen und des niedergelassenen Arztes und berücksichtigt dabei auch rechtliche Fragen. Mit einem Blick über die Grenzen werden Fortschritte in europäischen Gesundheitskartenprojekten präsentiert. Unter anderem wird am Beispiel Österreich verdeutlicht, wie sich aus der flächendeckend einführten E-Card und der damit verbundenen Infrastruktur künftig schrittweise eine Gesundheitskarte entwickeln wird.
Ein weiteres Schwerpunktthema ist der Bereich Weiter- und Fortbildung mit neuen Medien, deren zunehmende Bedeutung an praxisorientierten Beispielen demonstriert wird. Wie lässt sich medizinisches Wissen – als wichtigste Ressource im Gesundheitswesen – optimal weitergeben, und welche Methoden sind dafür am besten geeignet? Zeitnahe, umfassende und exakte Informationen über den aktuellen Stand des Wissens für den zu behandelnden Patienten jederzeit zur Verfügung zu haben, um diesen bestmöglich zu versorgen – diese Anforderung wird immer wichtiger.
Die Chancen, die eine IT-gestützte Versorgungsstruktur im Verhältnis zwischen Arzt und Patient bieten, werden aus unterschiedlichen Sichtweisen präsentiert. Dabei stehen gerade dem niedergelassenen Arzt viele Möglichkeiten zur Verfügung, seine Patienten qualitätsgesichert zu informieren, um so einerseits eine stabile Bindung zum Patienten zu etablieren und andererseits diesen partnerschaftlich in den Behandlungsprozess einzubeziehen.
Die Medica Media ermöglicht somit einen aktuellen und zukunftsweisenden Einblick in die Telematik und deren sinnvollen Einsatz in der medizinischen Routine. Aktuelle Informationen sind im Internet unter www.medicamedia.de abrufbar. Dr. Lutz Reum, E-Mail: LutzReum@t-online.de
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