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Prof. Dr. med. Dr. med. h. c. mult. Fritz Hubertus Kemper, em. Direktor des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie der Universität Münster/Westfalen, vollendete am 9. Februar sein 70. Lebensjahr.
Fritz H. Kemper, in Köln geboren, studierte an den Universitäten in Bonn und Köln Medizin, wo er 1950 zum Dr. med. promoviert wurde. Anschließend war er Assistenzarzt in Frankfurt, wo er die Anerkennung als Facharzt für Innere Medizin erwarb. Danach wandte sich Kemper intensiv der Pharmakologie zu. Er kam 1955 an das damals von Prof. Dr. Dr. A. Loeser geleitete Pharmakologische Institut der Universität Münster. Dort hat er sich 1958 für das Fach "Pharmakologie und Toxikologie" habilitiert. Zum außerplanmäßigen Professor ist Kemper 1964, im Jahr 1965 zum Wissenschaftlichen Rat und Professor ernannt worden. Nach der Emeritierung Prof. Loesers wurde Prof. Kemper 1970 auf den Lehrstuhl für Pharmakologie und Toxikologie an der Münsteraner Universität berufen. Er wurde zugleich zum Direktor des gleichnamigen Instituts ernannt.
Kemper ist seit langen Jahren auch in der Hochschul- und Wissenschaftspolitik sowie in den Selbstverwaltungsgremien seiner Universität tätig. So war er mehrere Amtsperioden lang Dekan und Mitglied des Klinischen Vorstandes sowie Mitglied der Ethik-Kommission. Ferner war er Gründer der Vereinigung der Freunde der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Mitte der achtziger Jahre wurde Kemper zum Präsidenten des Medizinischen Fakultätentages in der Bundesrepublik Deutschland gewählt, ein Amt, das er auch heute noch innehat. Der Vorstand der Bundes­ärzte­kammer ehrte Kemper für seinen Einsatz und seine Verdienste um die ärztliche Fortbildung mit der Ernst-von-Bergmann-Plakette. Außerdem ist er Träger der Alexandre Besredka- und der Kurt Wolff-Medaille, der Kopernikus-Medaille der Medizinischen Akademie Krakau, der Verdienstmedaillen der Universität Kairo und Monterrey in Mexiko sowie des Bundesverdienstkreuzes am Bande und I. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. 1994 ist er mit der Goldenen Fahlberg-Medaille ausgezeichnet worden, verliehen vom Süßstoffverband in Anerkennung seines Beitrages zur Akzeptanz der Süßstoffe in der Öffentlichkeit. EB


Prof. Dr. med. Hans Hamm, Facharzt für Allgemeinmedizin in Hamburg, Professor für Allgemeinmedizin an der Universität Hamburg, wurde am 27. Februar 75 Jahre alt.
Nach Weiterbildung im Fach Innere Medizin, Chirurgie, Frauen- und Kinderheilkunde zum Allgemeinarzt und Internisten übernahm Dr. Hans Hamm 1955 die Hausarztpraxis seines Vaters in zweiter Generation. Hamm wurde 1971 der erste Lehrauftrag für Allgemeinmedizin an der Universität Hamburg erteilt; 1982 wurde er zum Professor an dieser Universität ernannt. Hamm schrieb als erster Hochschullehrer zwei Lehrbücher für Allgemein- und Familienmedizin (Georg Thieme Verlag), von dem eines inzwischen in der fünften Auflage erschienen ist. Er gilt als Begründer der Familienmedizin in Deutschland. Von 1979 bis 1986 war Professor Hamm Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin e.V. (DEGAM), deren Ehrenpräsident er heute ist. In Anerkennung seiner Verdienste um die Allgemeinmedizin wurde er mit der Hippokrates-Medaille ausgezeichnet, der höchsten Auszeichnung dieser europäischen Fachgesellschaft.
Von 1980 bis 1990 war Prof. Hamm wissenschaftlicher Leiter des Internationalen Fortbildungskongresses der Bundes­ärzte­kammer und der Österreichischen Ärztekammer in Meran. Er ist in Anerkennung seiner Verdienste um die ärztliche Fortbildung mit der Ernst-von-Bergmann-Plakette der Bundes­ärzte­kammer ausgezeichnet worden.
Er war sowohl im Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg als auch in der Ärztekammer Hamburg aktiv; er war eineinhalb Jahrzehnte lang Delegierter bei den Deutschen Ärztetagen, zeitweilig auch als Präsidiumsmitglied und Mitglied des Vorstandes der Akademie für Allgemeinmedizin. Prof. Hamm war Mitglied der Sachverständigenkommission des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­iums für die Reform des Medizinstudiums. Er war Mitglied in den Schriftleitungen verschiedener ärztlicher Fachzeitschriften. Er ist Ehrenmitglied der Internationalen und Österreichischen Gesellschaft für Allgemeinmedizin, der Gastro-Liga und des BDA Berufsverbandes der Allgemeinärzte Deutschlands e.V. (Hausärzteverband) in Hamburg.
Gudrun Ewert, Hamburg


Zahnarzt Adolf Schneider, Frankfurt, von 1976 bis 1989 Erster Vorsitzender der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Hessen, von 1989 bis 1993 Präsident der Bundeszahnärztekammer (Köln), wurde am 2. Februar 70 Jahre alt. Schneider wurde 1988 zum Generalsekretär der europäischen Regionalorganisation der Internationalen Zahnärzteorganisation (FDI) und 1992 zum Präsidenten der Europäischen Zahnärzteorganisation gewählt. 1995 wurde er in diesem Amt für weitere drei Jahre bestätigt. EB

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