ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2006Insulinanaloga: Barmer verteidigt Rabattverträge

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Insulinanaloga: Barmer verteidigt Rabattverträge

Rabbata, Samir

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Foto: KEYSTONE
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Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Barmer, Klaus Richter, hat Kritik von Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) an Rabattverträgen zwischen Kassen und Pharmaherstellern für Insulinanaloga zurückgewiesen: „Wir sind froh, dass wir entsprechende Verträge schließen konnten.“ So könnten Typ-2-Diabetiker ihre Therapie wie gewohnt fortsetzen, ohne Mehrkosten zahlen zu müssen. Die Einwände der KVen seien nicht nachvollziehbar, zumal Vertragsärzte durch die Barmer-Regelung vor Regressen geschützt würden.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) und Vertreter von KVen fordern dagegen, dass Hersteller und Kassen, die entsprechende Vereinbarungen geschlossen haben, diese veröffentlichen. Solange den KVen die Verträge nicht vorlägen, bestehe keine Preissicherheit.
Vorausgegangen ist dem Streit ein Beschluss des G-BA, wonach kurzwirksame Insulinanaloga zur Behandlung von Typ-2-Diabetikern zulasten der Krankenkassen nur dann verordnungsfähig bleiben, wenn sie nicht teurer als Humaninsulin sind. Genau dies stellten die Rabattverträge zwischen der Barmer und den Pharmaherstellern Lilly, Novo Nordisk, Sanofi-Aventis und Berlin-Chemie sicher, sagte Richter. SR
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