ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2006„Hammerexamen“: Fast jeder zehnte Prüfling durchgefallen

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„Hammerexamen“: Fast jeder zehnte Prüfling durchgefallen

Hibbeler, Birgit

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Foto: KEYSTONE
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Rund neun Prozent der Prüflinge sind durch den schriftlichen Teil des zweiten Abschnitts der Ärztlichen Prüfung gefallen. Das ist das Ergebnis einer ersten Auswertung des Instituts für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen (IMPP) in Mainz. Die Prüfung fand Ende Oktober erstmalig nach der neuen Approbationsordnung statt und wird aufgrund der Stofffülle von vielen Studierenden auch als „Hammerexamen“ bezeichnet.
Damit ist die Zahl der Prüflinge, die das Examen nicht bestanden haben, deutlich höher als beim schriftlichen Teil des zweiten Staatsexamens nach der alten Studienordnung. Sie hatte in der Regel unter fünf Prozent gelegen. Auch die Studierenden, die das Examen nach der Mindeststudienzeit von zwölf Semestern ablegten, schnitten schlechter ab als früher: Rund fünf Prozent schafften die Prüfung nicht. Nach der alten Approbationsordnung lag die Durchfallquote in dieser Gruppe in der Regel bei etwa zwei Prozent.
Das IMPP führt das Ergebnis darauf zurück, dass die Studierenden zur Vorbereitung noch nicht auf optimal angepasste Lehrbücher hätten zurückgreifen können. Zudem sei die Bearbeitung der neuen Aufgabentypen in Form von Fallbeispielen möglicherweise ungewohnt gewesen. Das IMPP wertet die reibungslose Durchführung der Prüfung „ohne größere Probleme“ dennoch als Erfolg.
Im „Hammerexamen“ ist das frühere erste, zweite und dritte Staatsexamen zusammengefasst. Es findet im Anschluss an das Praktische Jahr statt. BH
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