ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2006Spätabbrüche: Aufklärung findet nicht statt
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Wie schön, dass Sie einen Artikel veröffentlichen, der uns doch sehr aus dem Herzen spricht und endlich ein minimaler Schritt zu mehr Ehrlichkeit zu diesem Thema ist. Nachdem wir bei einer Schwangerschaft erleben mussten, wie viel Kraft und Widerstand man aufbringen muss, um bei einem fraglichen Befund in der 13. Schwangerschaftswoche eben nicht die komplette Maschinerie übergestülpt zu bekommen, kann man die kritischen Töne von Frau Braun nur begrüßen. Eine wirkliche Aufklärung von Betroffenen findet nicht statt, stattdessen wird einem immer nur gesagt, was man „abklären muss“ . . . Was das teilweise an seelischen Kämpfen und Qualen bei anderen hervorruft, haben wir dann in mehrfachen Gesprächen mit anderen Eltern, die durch die Maschinerie gedreht wurden und am Ende doch ein gesundes Kind bekamen, erfahren. Von daher kann man der Pränataldiagnostik nur zurufen, dass sie wirklich Grenzen überschritten hat. Und der Wunsch nach dem perfekten Kind muss unserer Gesellschaft ganz schnell wieder abgeschminkt werden.
Dr. med. Antje Rathke,
Dr. med. Volker Rathke,
Zur langen Fuhr 30, 56332 Wolken
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