ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2006Spätabbrüche: Abtreibung ist Tötung
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. . . Die Vorschläge der Bundesärztekammer (eine Befristung der Pränataldiagnostik, die sich am Entwicklungsstadium des Kindes orientiert, aber so rechtzeitig durchgeführt wird, dass sich bei einer Abtreibung keine intrauterine Fruchttodproblematik ergibt, d. h. dass man das Kind im Mutterleib töten muss, damit es seine eigene Abtreibung nicht überlebt; außerdem diverse ausgiebige Beratungsangebote) sind im Wesentlichen lediglich ein Entgegenkommen gegenüber der Regierung, indem durch eine solche Gesetzesänderung der Spätabtreibung ihre „sichtbare“ Grausamkeit genommen wird. Das Problem ist damit aber in keiner Weise gelöst. Es macht nämlich ethisch keinen Unterschied, ob eine Abtreibung bis zur zwölften Schwangerschaftswoche oder als Spätabtreibung bis zur Geburt durchgeführt wird. Abtreibung ist Tötung eines Kindes, denn vom Zeitpunkt der Befruchtung an ist das Kind ein Mensch und entwickelt sich ohne Einschnitt als Mensch und nicht zum Menschen bis zu seiner Geburt. Alle Gesetzesnachbesserungen ändern nichts an dieser Tatsache. Daher ist die einzig richtige Initiative gegen Spätabtreibungen nicht die Gesetzesnachbesserung, sondern das Verbot jeglicher Abtreibung mit Ausnahme bei Lebensgefahr für die Mutter . . .
Dr. med. Elisabeth Leutner, Karl-Christ-Straße 1, 69118 Heidelberg

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