ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2006Prävention Virus-assoziierter Karzinomentstehung – Am Beispiel des hepatozellulären Karzinoms: Intrahepatisches Gallengangskarzinom

MEDIZIN: Diskussion

Prävention Virus-assoziierter Karzinomentstehung – Am Beispiel des hepatozellulären Karzinoms: Intrahepatisches Gallengangskarzinom

Dtsch Arztebl 2006; 103(46): A-3120 / B-2716 / C-2607

Scherübl, Hans; Stölzel, Ulrich

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LNSLNS Herrn Dr. Greten et al. ist für das gelungene Plädoyer für eine präventive Onkologie am Beispiel des HBV- beziehungsweise HCV-assoziierten hepatozellulären Karzinoms (HCC) sehr zu danken. Das HCC ist derzeit das in der westlichen Welt am stärksten zunehmende Tumorleiden; aktuelle Daten belegen diese Entwicklung auch für (den Nordosten) Deutschland (1). Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass zudem die Häufigkeit des intrahepatischen cholangiozellulären Karzinoms (CCC) zunimmt. Für den Anstieg der intrahepatischen Gallengangskarzinome (CCC) wird ebenfalls die chronische Hepatitis-C(HCV)-Infektion als ein ursächlicher Faktor mit angeführt. So geht die HCV-bedingte Leberzirrhose nicht nur mit einem erhöhten Risiko für ein HCC, sondern auch für ein CCC einher (2, 3). Gelegentlich entwickelt sich in der zirrhotischen Leber sogar gleichzeitig ein HCC und ein CCC. Die effektive Therapie und insbesondere die Prävention der chronischen HBV- beziehungsweise HCV-Infektion stellen somit die besten präventiven Massnahmen der Virus-assoziierten primären Leberkarzinome (HCC und CCC) dar.


Prof. Dr. med. Hans Scherübl
Klinik für Innere Medizin
Gastroenterologie und Gastrointestinale Onkologie
Vivantes Netzwerk für Gesundheit – Klinikum Am Urban
Dieffenbachstraße 1
10967 Berlin

Prof. Dr. med. Ulrich Stölzel
Klinik für Innere Medizin II
Gastroenterologie und Infektiologie
Klinikum Chemnitz gGmbH
Flemmingstraße 2
09116 Chemnitz
1.
Schurr R, Stölzel U, Schuppan D, Schwertner C, Steinberg J, Scherübl H: Zunahme des hepatozellulären und des intrahepatischen cholangiozellulären Karzinoms im Nordosten Deutschlands. Dtsch Med Wochenschr 2006; 131, 1649–55. MEDLINE
2.
Yamamoto S, Kubo S, Hai S et al.: Hepatitis C virus infection as a likely etiology of intrahepatic cholangiocarcinoma. Cancer Sci 2004; 95: 592–5. MEDLINE
3.
Shaib Y, El-Serag H, Davila J, Morgan R, McGlynn K: Risk factors of intrahepatic cholangiocarcinoma in the United States: a case-control study. Gastroenterology 2005; 128: 620–6. MEDLINE
1. Schurr R, Stölzel U, Schuppan D, Schwertner C, Steinberg J, Scherübl H: Zunahme des hepatozellulären und des intrahepatischen cholangiozellulären Karzinoms im Nordosten Deutschlands. Dtsch Med Wochenschr 2006; 131, 1649–55. MEDLINE
2. Yamamoto S, Kubo S, Hai S et al.: Hepatitis C virus infection as a likely etiology of intrahepatic cholangiocarcinoma. Cancer Sci 2004; 95: 592–5. MEDLINE
3. Shaib Y, El-Serag H, Davila J, Morgan R, McGlynn K: Risk factors of intrahepatic cholangiocarcinoma in the United States: a case-control study. Gastroenterology 2005; 128: 620–6. MEDLINE

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