ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2006Gesundheitsreform: Unikliniken kündigen Personalabbau an

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Gesundheitsreform: Unikliniken kündigen Personalabbau an

Rieser, Sabine

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Wenn das GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz wie geplant in Kraft tritt und zudem die Mehrwertsteuererhöhung greift, die Tarifsteigerungen in den Kliniken umgesetzt werden und die Finanzierungsvorgaben zur integrierten Versorgung aufrechterhalten werden, kommen auf die Universitätsklinika nächstes Jahr Mehrkosten von zehn bis 15 Prozent zu. „Dies wird zum Abbau von vielen Personalstellen und zu Einschränkungen im Niveau der Versorgung schwerstkranker Patienten führen“, warnte Prof. Dr. med. Jörg Rüdiger Siewert, Erster Vorsitzender des Verbands der Universitätsklinika (VUD). Theoretisch müsse beispielsweise das Münchner Klinikum rechts der Isar 100 Arzt- und 125 weitere Personalstellen einsparen, um die finanziellen Ausfälle zu kompensieren.
Kritik übte Siewert auch an der vorgesehenen Neuerung, ein Zweitmeinungsverfahren für bestimmte Arzneimittel und Diagnostika zu etablieren. Aus Erfahrung wisse er, dass es zahlreiche ungeklärte finanzielle sowie juristische Fragen gebe. Der VUD fordert zudem, Kliniken mit Kompetenzzentren von einer Zweitmeinungsverpflichtung auszunehmen. Der VUD-Vorsitzende plädierte für andere Veränderungen, beispielsweise die gezielte Öffnung der Hochschulambulanzen für die ambulante Versorgung: „Anstatt mit mehr als 2 000 unterschiedlichen Krankenhäusern könnten in einem Pilotprojekt mit 33 Universitätskliniken innovative Versorgungsansätze für schwerstkranke Menschen erprobt und gebündelt werden.“ Rie

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