ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2006Erwin Sellering: Neuer Ministersessel

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Erwin Sellering: Neuer Ministersessel

Hibbeler, Birgit

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Erwin Sellering. Foto: dpa
Erwin Sellering. Foto: dpa
Erwin Sellering (57) wird neuer Minister für Soziales und Gesundheit in Mecklenburg-Vorpommern. Der SPD-Politiker und Jurist ist ein Neuling in der Gesundheitspolitik. Im Schweriner Landtag aber kennt er sich bestens aus: Sellering war zuvor sechs Jahre lang Justizminister in Mecklenburg-Vorpommern.
Eine leichte Aufgabe übernimmt Sellering nicht. Das wohl wichtigste Thema für ihn dürfte die flächendeckende medizinische Versorgung sein. „Auch in dünn besiedelten Teilen unseres Landes müssen die Menschen ohne Weiteres einen Arzt ihres Vertrauens erreichen können“, betont Sellering. Das sicherzustellen sei nicht leicht, mit klugen Modellen aber zu machen.
Im Koalitionsvertrag haben sich SPD und CDU darauf festgelegt, innerhalb der bestehenden Versorgungsstrukturen „zukunftsorientierte Anpassungen“ zu fördern, etwa durch integrierte Versorgung und Medizinische Versorgungszentren. Die Koalitionspartner sprechen sich zudem für eine Stärkung des Hausarztsystems aus.
Sellering wurde in Sprockhövel, Nordrhein-Westfalen (NRW), geboren. Nach dem Jura-Studium folgten Stationen als Verwaltungsrichter. 1994 trat Sellering in die SPD ein. Im gleichen Jahr wechselte er aus NRW nach Greifswald und wurde Vorsitzender Richter am dortigen Verwaltungsgericht, später Vizepräsident des Verwaltungsgerichts Mecklenburg-Vorpommern. Er löst nun die PDS-Politikerin Marianne Linke (61) ab, die vier Jahre lang in der rot-roten Landesregierung Sozialministerin war. Birgit Hibbeler
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