ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2006N-Acetylcystein gegen Kontrastmittel-induzierte Nephropathie

MEDIZIN: Referiert

N-Acetylcystein gegen Kontrastmittel-induzierte Nephropathie

Dtsch Arztebl 2006; 103(47): A-3186 / B-2774 / C-2656

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LNSLNS Bei Patienten mit einem akuten Myokardinfarkt besteht durch die hohe Kontrastmittelmenge, die während einer Koronarangioplastie verabreicht werden muss, die Gefahr eines Nierenversagens.
In einer kontrollierten randomisierten Studie an 354 konsekutiven Patienten mit akutem Herzinfarkt, die sich einer primären Angioplastie unterzogen, wurde die prophylaktische Gabe von N-Acetylcystein untersucht. Die erste Gruppe erhielt 600 mg N-Acetylcystein intravenös vor der Angioplastie, gefolgt von zweimal 600 mg oral für 48 Stunden, die zweite Gruppe eine doppelt so hohe Dosis und die dritte Gruppe Placebo. Nach der primären Angioplastie kam es zu einem Serumkreatinin-Anstieg bei 33 Prozent in der Kontrollgruppe, unter N-Acetylcystein nur bei 15 Prozent (600 mg) beziehungsweise 8 Prozent (bei 1 200 mg). 13 Patienten (11 Prozent) starben in der Kontrollgruppe, 5 (4 Prozent) nach 600 mg N-Acetylcystein und 3 (3 Prozent) nach Gabe von 1 200 mg (p = 0,02). Auch bezüglich Tod, akutem Nierenversagen mit vorübergehender Notwendigkeit einer Nierenersatztherapie sowie künstlicher Beatmung ergaben sich signifikante Unterschiede zugunsten der Nephroprotektion mit N-Acetylcystein (bei 1 200 mg: 15 Prozent, bei 600 mg: 7 Prozent, bei Placebo:
6 Prozent; p = 0,002). w

Marenza G ,Assanelli E, Marana I et al.: N-acetylcysteine and contrast-induced nephropathy in primary angioplasty. N Engl J Med 2006; 354; 2773–82. E-Mail:giancarlo.marenzi @ccfm.it.

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