MEDIEN

Dokumentarfilm: Aids in der Ukraine

Dtsch Arztebl 2006; 103(47): A-3184 / B-2772 / C-2654

Krüger-Brand, Heike E.

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Die Drogenabhängigen sind stigmatisiert, durch den Drogenkonsum oft HIV-infiziert; sie werden in Arbeitslagern weggesperrt. Foto: Karsten Hein
Die Drogenabhängigen sind stigmatisiert, durch den Drogenkonsum oft HIV-infiziert; sie werden in Arbeitslagern weggesperrt. Foto: Karsten Hein
Drogensucht, Prostitution, Zwangsarbeitslager und Armut sind zentrale Themen im Film „Am Rande – Sechs Kapitel über Aids in der Ukraine“ von Karsten Hein („Am Rande“ = russisch: „U kraina“). Der Filmregisseur und Autor hat seinen zweiten Dokumentationsfilm zur Aids-Epidemie in der Ukraine fertiggestellt. Er forscht nach den gesellschaftlichen Ursachen der Epidemie und untersucht, welche Faktoren ihre Verbreitung begünstigen. Der Film führt in den Osten der Ukraine, in eine Region mit halbverlassenen Städten und brachliegenden Anlagen der Schwerindustrie. Armut, Hoffnungslosigkeit und Krankheit bestimmen den Alltag. Dort ist Aids keine singuläre Erscheinung, sondern Teil einer humanitären Katastrophe, zu der eine Tuberkulose-Epidemie, epidemische Drogensucht und große gesellschaftliche Brutalität gehören. Der Vorgängerfilm „So wollen wir nicht sterben. Aids in Odessa“ war der erste Dokumentarfilm, der die Aids-Epidemie in Osteuropa zeigte, von der inzwischen etwa ein Prozent (500 000 Menschen) der ukrainischen Bevölkerung betroffen ist. Der Folgefilm „Am Rande“ zeigt Lebensumstände, die gegen die Menschenwürde verstoßen, unmittelbar am östlichen Rand der Europäischen Union. Er analysiert die gesellschaftlichen Ursachen der Epidemie und ihrer Folgen und untersucht die Chancen, dagegen anzugehen.
Der Film wird Ende November/Dezember 2006 bundesweit in verschiedenen Städten gezeigt. Die Vorführtermine und weitere Informationen sind unter www.aids-ukraine.org abrufbar. Interessenten können auch eine DVD (deutsch/ russisch mit deutschen Untertiteln) ausleihen oder erwerben (E-Mail: info@aids-ukraine.com). KBr
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