ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2006Deutscher Ärztetag: Starke Worte
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Es war längst überfällig, dass die offiziellen Vertreter der niedergelassenen Ärzteschaft erkennen und offiziell äußern, wohin die geplante Staatsmedizin führen wird. Tausendfachen Dank an die Basisbewegung der Niedergelassenen, die diese Äußerungen herbeigeführt hat. Zitat des Kollegen Köhler: „Bleibt der Gesetzentwurf so, können und werden wir ihn nicht umsetzen, auch wenn das das Aus für die ärztliche Selbstverwaltung bedeutet.“ Zitat des Kollegen Hoppe: „Wir Ärzte werden auf diesen politisch gewollten Systemwechsel reagieren und unsererseits die Systemfrage stellen. Man muss ja nicht unbedingt Vertragsarzt sein.“ Aber welche Taten werden jetzt folgen? Wenn diese Politik erst die selbstständigen Ärzte beseitigt hat, Fachärzte nur noch als Angestellte in Polikliniken und MVZ, Hausärzte nur noch als Angestellte von Krankenkassen artig die politisch verordnete Billigmedizin exerzieren, wird es ein böses Erwachen geben. Nicht die Politiker, sondern diejenigen, die es ermöglicht haben, werden bald in die Geschichtsbücher eingehen, weil sie es wider besseres Wissen nicht verhindert haben (obwohl sie in der Lage dazu waren und den Eid des Hippokrates einst geschworen haben). Nicht anhand Ihrer Worte, sondern anhand Ihrer Taten werden Sie beurteilt werden!
Dr. med. Stefan Sälzer, Bahnhofstraße 19 a, 33803 Steinhagen
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