ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2006Deutscher Ärztetag: Absehbarer Ärztemangel
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Was mich als erst seit einigen Jahren niedergelassenen Facharzt und mit dem Restbudget für kürzlich zugelassenes Lumpengesindel vor mich hin darbenden Psychiater immer wieder bei den Berichten über die Zukunft des Gesundheitswesens ärgert: Es wird (auch vom DÄ) immer wieder der Eindruck erweckt, als
– würden diese Proteste der Ärzte vielleicht etwas bewirken,
– seien die Politiker vielleicht daran interessiert, eine hochwertige Versorgung grundsätzlich schon aufrechtzuerhalten,
– hätten die Politiker überhaupt das Interesse, sich beraten zu lassen,
– sei nicht längst beschlossene Sache, das ambulante Gesundheitswesen zugunsten von Klinikkonzernen quasi zu verstaatlichen (wo, bitte schön, ist denn überhaupt noch Freiheit und Unabhängigkeit des Arztberufs derzeit zu finden? – es ändert sich doch gar zumindest für mich nicht viel, wenn verstaatlicht wird, außer, dass ich dann mein Gehalt schon weiß).
Das Wichtigste wäre, die jungen Kollegen dringend vor der Niederlassung zu warnen und ihnen dringend zu empfehlen, sich schnellstmöglich ins Ausland abzusetzen, wo man noch einigermaßen Geld verdient und Anerkennung erfährt . . . Die Politik will mit diesen Sirenengesängen nur den absehbaren Ärztemangel abfedern. Denn in Kürze wird man nicht mehr davon sprechen, ob Private bevorzugt werden etc. Die Privaten gehen dann zu den privat Niedergelassenen (die nebenher auch die Gutachten machen), und die Kassenblödel dürfen dann die Notfallversorgung machen. Ob im MVZ oder sonst wo, ist doch wurscht.
Gregor Sauer, Hauptstraße 190, 51465 Bergisch Gladbach
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