ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2006Ärzteprotest: Chaostage in Berlin
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Resetknopf drücken? Alles auf Anfang? Da müsste PISA-Land ja einige Jahre zurückrudern und das System komplett neu aufspielen. Generell wird vergessen, dass ohnehin sicherlich 80 Prozent reine Sachentscheidungen wären. Auch sind die existenzielle Umsteuerung von der Umlage- zur Kapitalfinanzierung (Vorbild PKV) sowie eine Verbreiterung der Einnahmebasis im Chaos der Worthülsen gänzlich untergegangen. Wie wäre es, endlich auch einen gesetzlichen Mindestlohn einzuführen und den Hartz-IV-Empfängern Extrazuwendungen für brauchbare Lebensmittel zu gewähren? Das schafft Arbeitsplätze und dürfte das ruinöse Fehlernährungsphänomen mit einem Schaden von 77 Milliarden Euro im Jahr stoppen helfen. Nichtraucherschutz? Bisher Fehlanzeige. 8,27 Euro gibt es zurzeit in Frankreich als Mindestlohn (SMIC – Salaire minimum de croissance). Der Staat legt Lebensmittelgutscheine drauf, damit die Leute brauchbar essen können. Arbeitsplätze kostet es kaum, fördert aber die gesellschaftliche Integration und damit den Gesundheitslevel. Wer immer mehr Menschen auf das soziale Abstellgleis stellt, verkennt, dass der soziale Status als Krankheitsursache wachsenden Einfluss gewinnt. Frech verlagert man hier Kosten ins Gesundheitssystem, das man doch angeblich entlasten will . . .
Gerhard Schuster, 11, rue Scribe, F-75009 Paris
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