ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2006Gebäude der Charité: Fritz-Strassmann-Haus
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Herrn Ebert ist zu danken, dass er das Buch zur Familiengeschichte der Strassmanns (von W. Paul Strassmann) als Fundgrube für alle, die sich für deutsch-jüdische und Berliner (Medizin-)Geschichte interessieren, ausführlich und lobend besprochen hat. Allerdings ist eine Richtigstellung anzubringen, die den großen Gerichtsmediziner Fritz Wolfgang Samuel Strassmann betrifft. Er war von 1891 bis 1926 Direktor der „Praktischen Unterrichtsanstalt für Staatsarzneikunde“, seit 1922 „Institut für gerichtliche Medizin bei der Universität Berlin“, der späteren Humboldt-Universität. Schon dem Buchautor W. P. Strassmann ist der Fehler unterlaufen, die Freie Universität Berlin habe ihr Gebäude für Rechtsmedizin Fritz-Strassmann-Haus benannt. Tatsächlich erfolgte die Namensgebung für das Gebäude der Humboldt-Universität zu Berlin am Universitätsklinikum Charité in Berlin-Mitte. Dieses älteste Gebäude seiner Art in Deutschland (fertiggestellt 1886) trägt als langjährige und berühmte Wirkungsstätte von Fritz Strassmann seit 2002 seinen Namen. Ob die Namensgebung Bestand haben wird, ist ungewiss, da im Jahre 2004 die Schließung des Instituts entschieden wurde. Das Fritz-Strassmann-Haus in der Hannoverschen Straße 6 ist heute zu zwei Dritteln leer stehend und wartet auf eine neue Bestimmung.
Prof. Dr. med. Gunther Geserick, Zähringerstraße 34, 10707 Berlin
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