ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2006Pathogenese, Klinik, Diagnostik und Therapie transplantationsassoziierter lymphoproliferativer Erkrankungen

MEDIZIN: Übersicht

Pathogenese, Klinik, Diagnostik und Therapie transplantationsassoziierter lymphoproliferativer Erkrankungen

Pathogenic, Clinical, Diagnostic and Therapeutic Aspects of Posttransplantation Lymphoproliferative Disorders

Dtsch Arztebl 2006; 103(48): A-3259 / B-2836 / C-2718

Trappe, Ralf; Oertel, Stephan; Riess, Hanno

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LNSLNS Zusammenfassung
Einleitung: Derzeit werden in Deutschland jährlich mehr als 4 000 solide Organtransplantationen (SOT) erfolgreich durchgeführt. Die 1-Jahres-Überlebensrate von Transplantatempfängern liegt bei bis zu 90 Prozent. Methoden: Auswertung von Kasuistíken, Fallserien und kleineren Studien. Ergebnisse: Posttransplantationslymphoproliferative Erkrankungen (PTLD) gefährden zunehmend das Langzeitüberleben transplantierter Patienten. In Abhängigkeit des transplantierten Organs beträgt das Risiko, an einer PTLD zu erkranken, zwischen 0,5 und 20 Prozent. Die PTLD weisen dabei eine spezifische Pathogenese, Pathohistologie und Prognose auf und stellen eine besondere Herausforderung bezüglich der therapeutischen Optionen dar. Diskussion: Der zunehmende Erkenntnisgewinn in der Behandlung der PTLD, insbesondere der Einsatz von monoklonalen CD-20-Antikörpern in der Monotherapie, haben in den letzen Jahren zu neuen Therapiestrategien mit reduzierter Toxizität und verbesserten Heilungsraten geführt. Dieser Artikel stellt die besonderen therapierelevanten Aspekte der Pathogenese und Risikofaktoren sowie die Besonderheiten der klinischen Manifestation, des Staging und der Behandlungsmodalitäten der Erkrankung dar.
Dtsch Arztebl 2006; 103(48): A 3259–67.
Schlüsselwörter: Organtransplantation, posttransplantationslymphoproliferative Erkrankung, Lymphom, Epstein-Barr-Virus, Chemotherapie, Rituximab
Summary
Pathogenic, clinical, diagnostic and therapeutic aspects of posttransplant lymphoproliferative disorders
Introduction: In Germany 4.000 solid organ transplants are currently performed annually, with one-year survival rates of up to 90 per cent. Methods: Analysis of case reports and series. Results: Post transplant lymphoproliferative disorders (PTLD) represent a serious threat to long term survival. PTLD are among the most frequently identified malignancies following transplant, with an incidence of between 0.5 and 20 per cent, depending on the type of organ transplanted. Over the last decade it has become evident that PTLD represents a distinct entity in terms of pathogenesis, presentation and management. Discussion: Growing experience in the treatment of PTLD, especially using a CD-20-directed antibody as a single agent in first-line therapy, has resulted in individualized treatment strategies with acceptable toxicity and improved cure rates. This article discusses pathogenesis, risk factors, clinical presentation, diagnostic staging and treatment modalities.
Dtsch Arztebl 2006; 103(48): A 3259–67.
Key words: organ transplant, posttransplant lymphoproliferative disorder, lymphoma, transplant, Epstein-Barr virus, chemotherapy, rituximab


Die transplantationsassoziierten lymphoproliferativen Erkrankungen (PTLD) können nach allogener hämatopoetischer Stammzelltransplantation oder nach solider Organtransplantation auftreten. Nachfolgend beschränken wir uns auf die Darstellung der transplantationsassoziierten lymphoproliferativen Erkrankungen nach solider Organtransplantation.
Epidemiologie und Pathogenese
Die Pathogenese der PTLD ist eng mit einer Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus (EBV) verbunden (Grafik). Mehr als 95 Prozent der erwachsenen Bevölkerung ist weltweit mit dem EBV infiziert. Die primäre Infektion geht dabei in der Regel bald in eine latente Infektion einzelner B-Lymphozyten über, die äußerst immunogen ist und in vivo zu einer massiven Expansion virusspezifischer und unspezifischer T-Zellen mit konsekutiver Eliminierung der EBV-infizierten B-Zellen führt. Eine kleine Gruppe EBV-infizierter B-Zellen entzieht sich jedoch dieser Immunantwort, indem nur noch ein einzelnes virales Protein exprimiert wird. Während bei immunkompetenten Individuen eine ständige Balance zwischen EBV-infizierten B-Zellen und zellulärer Immunkontrolle besteht, findet man bei Immunsupprimierten eine gesteigerte Virusreplikation und eine höhere Zahl an latent EBV-infizierten B-Lymphozyten im peripheren Blut (1). In diesen latent infizierten B-Zellen wirkt EBV als kontinuierlicher Proliferationsreiz. Virale Proteinen wie das EBV-spezifische „latent membrane protein 1“ (LMP1), wirken dabei direkt auf zelluläre Mechanismen der Wachstumskontrolle und induzieren so eine Hyperproliferation (2).
Diese unvollständig kontrollierte, durch eine EBV-Infektion stimulierte B-Zell-Proliferation ist häufig Ausgangspunkt der PTLD. Während in der histologischen Subgruppe der so genannten „frühen Läsionen“ (circa fünf Prozent aller PTLD) (Tabelle 1) fast alle Zellen mit EBV infiziert sind und die Läsionen aus vielen unterschiedlichen B-Zell-Klonen bestehen, findet man bei den biologisch fortgeschritteneren poly- und monomorphen PTLD (etwa 15 bis 20 Prozent beziehungsweise > 60 Prozent aller PTLD) (Tabelle 1) häufig sowohl EBV-positive als auch EBV-negative B-Zellen nebeneinander. Polymorphe PTLD sind dabei überwiegend poly- oder oligoklonal, bei den monomorphen PTLD ist die klonale Vielfalt jedoch durch stattgehabte Mutation und Selektion meist stark eingeschränkt. Monomorphe PTLD sind daher häufig monoklonal und in bis zu 50 Prozent der Fälle auch EBV-negativ. EBV scheint deshalb vor allem in der frühen Phase in der PTLD-Entstehung ein notwendiger Faktor zu sein und nach Akkumulation beispielsweise proliferationsfördernder und/oder Apoptoseresistenz vermittelnder Mutationen für das zelluläre Wachstum und Überleben der Lymphomzellen entbehrlich zu werden.
Bei etwa der Hälfte der EBV-naiven Transplantatempfänger (circa 95 Prozent der erwachsenen Organempfänger sind bereits vor Transplantation serologisch EBV-positiv) kommt es durch die Transplantation zu einer symptomatischen EBV-Infektion, die ähnlich wie eine Mononukleose verläuft und die Frühform einer manifesten PTLD darstellt. Die Unfähigkeit, unter immunsuppressiver Therapie eine komplette EBV-Immunität auszubilden, scheint hierfür der Grund zu sein. Die Transplantation eines (in aller Regel) EBV-positiven Spenderorgans in einen EBV-naiven Empfänger (D+R-) wird deshalb als Hochrisikokonstellation angesehen. Ein weiterer Faktor, der die Inzidenz der PTLD maßgeblich beeinflusst, ist das transplantierte Organ. Insgesamt scheinen aber vor allem Intensität und Dauer der Immunsuppression von Bedeutung zu sein. Abstoßungskrisen mit der Notwendigkeit zur verstärkten Immunsuppression und hochdosierte Cyclosporin-A-haltige Protokolle stellen daher einen eigenständigen Risikofaktor für die Entwicklung einer PTLD dar (e1, e2). Das Lebenszeitrisiko, nach einer Lungen- oder Dünndarmtransplantation an einer PTLD zu erkranken, beträgt etwa 10 bis 30 Prozent, nach Nieren-, Herz- oder Lebertransplantation ein bis maximal fünf Prozent (3).
Klassifikation und Stadieneinteilung
Wie sich aus der Pathogenese der Erkrankung ableiten lässt, stellen die PTLD ein biologisches Spektrum von so genannten frühen Läsionen, polymorphen B-Zell-Lymphoproliferationen bis zu monomorphen Lymphomen dar. Im Gegensatz zu den Verhältnissen bei klassischen Non-Hodgkin-Lymphomen zeigen die PTLD dabei eine enge EBV-Assoziation und sind zum Teil nicht monoklonal sondern oligo- oder sogar polyklonal. Definierte molekulare Läsionen wie zytogenetische Translokationen oder Mutationen von Onkogenen und Tumorsuppressorgenen sind seltener und findet man vor allem bei monomorphen PTLD (e3, e4). In den meisten Fälle handelt es sich bei den PTLD um B-Zell-Lymphome, in bis zu fünf Prozent um T-Zell-Lymphome und Hodgkin- oder Hodgkin-ähnliche Lymphome. Diese Besonderheiten der Erkrankung werden auch in der WHO-Klassifikation aufgegriffen und führen zu einer eigenständigen Klassifikation der PTLD (Tabelle 1) (4).
Die Stadieneinteilung der PTLD erfolgt analog der Ann-Arbor-Klassifikation für Non-Hodgkin-Lymphome (Tabelle 2). Die meisten Patienten werden erst in einem fortgeschrittenen Erkrankungsstadium (III/IV) diagnostiziert.
Prognosefaktoren
Prognostische Faktoren für Therapieansprechen und Überleben von Patienten mit PTLD wurden erstmals 2001 in einer retrospektiven Studie mit 61 Patienten untersucht. Der für übliche Non-Hodgkin-Lymphome (NHL) bedeutsame „international prognostic index“ (IPI) ist bei PTLD-Patienten nur bedingt geeignet. Negative Prognosefaktoren sind ein reduzierter Allgemeinzustand, eine ZNS-Beteiligung, das Fehlen einer EBV-Assoziation, eine genetisch monoklonale und somit fortgeschrittene Lymphoproliferation sowie eine T-Zell-PTLD (5). Auch Tsai et al. beschreiben negative Prognosefaktoren (6) und zählen hierzu ein hohes Patientenalter, eine erhöhte Aktivität der Lactat-Dehydrogenase (LDH) im Serum, schwere Organdysfunktionen und eine B-Symptomatik (Fieber unklarer Genese > 38°C, Nachtschweiß, Gewichtsverlust von > 10 Prozent innerhalb von 6 Monaten). Der IPI umfasst von den genannten Prognosefaktoren nur die Aspekte Alter, Allgemeinzustand, Stadium der Erkrankung, LDH und extranodale Manifestationen und wird daher den Besonderheiten der PTLD vermutlich nicht vollständig gerecht.
Klinische Symptomatik
Die PTLD präsentieren sich sehr unterschiedlich und sind deshalb oft schwierig zu erkennen. Bei organtransplantierten Kindern mit primärer EBV-Infektion ist eine Symptomatik ähnlich einer systemischen Mononukleose mit B-Symptomatik und Lymphadenopathie, vor allem des Waldeyerschen Rachenrings und der zervikalen Lymphknoten, häufig. Bei erwachsenen Transplantatempfängern sind extranodale Manifestationen in über 75 Prozent der Fälle charakteristisch (Tabelle 3). Häufig sind auch Zufallsbefunde während der Routineuntersuchungen in den Transplantationsambulanzen bei sonst symptomlosen Patienten. Hier kann beispielsweise ein singulärer Rundherd im Röntgen-Thorax diagnostiziert werden (Abbildung). Differenzialdiagnostisch schwierig zu beurteilen ist die PTLD, wenn sie als fulminante Erkrankung auftritt. Diffuse Organinfiltrationen mit fulminantem Krankheitsverlauf und Multiorganversagen sind schwierig von einer therapierefraktären Rejektionskrise oder einer bakteriellen Sepsis zu unterscheiden. Häufig wird die Diagnose bei diesen Patienten daher erst autoptisch gestellt. Gerade bei fulminanten Krankheitsbildern von Organtransplantierten muss daher auch frühzeitig eine PTLD erwogen werden.
Das Auftreten der PTLD nach Organtransplantation zeigt zwei Häufigkeitsgipfel mit jeweils spezifischen Besonderheiten. So treten die PTLD einerseits gehäuft in den ersten zwölf Monaten nach der Transplantation auf (frühe PTLD). Dies betrifft etwa 50 Prozent der Patienten. Die mediane Manifestationszeit beträgt sechs Monate nach Transplantation. Diese Lymphome zeigen eine enge EBV-Assoziation, manifestieren sich häufig extranodal, sind poly- oder monomorph und poly- oder monoklonal.
Ein zweiter Häufigkeitsgipfel erscheint fünf bis zehn Jahre nach der Transplantation. An der so genannten späten PTLD erkranken ebenfalls etwa 50 Prozent der Patienten. Diese Lymphome sind im Gegensatz zu ersteren überwiegend EBV-negativ, manifestieren sich häufig (auch) nodal, zeigen eine Knochenmarksbeteiligung und sind monomorph und monoklonal (7, 5, 8). Aus diesen Charakteristika leiten sich direkt klinische Konsequenzen ab. So sind EBV-negative, monomorphe und insbesondere monoklonale Formen der PTLD häufig nicht erreichbar für Therapiestrategien, die auf eine Modulation der Immunbalance zielen. Eine Reduktion der Immunsuppression, eine Anti-IL6-Therapie, der Einsatz EBV-spezifischer T-Zellen oder antivirale Therapien sind häufig ineffektiv. Im Gegensatz hierzu können bei frühen PTLD insbesondere, falls es sich histologisch um so genannte frühe Läsionen handelt, gegebenenfalls eine abwartende Strategie und eine alleinige Reduktion der immunsuppressiven Therapie favorisiert werden.
Diagnostik
Die Basis- und Ausbreitungsdiagnostik der PTLD umfasst zu den von anderen Lymphomen bekannten Untersuchungen zusätzliche, die die weitere Therapie bei PTLD maßgeblich beeinflussen (Tabelle 4). Unter der allgemeinen Basis- und Ausbreitungsdiagnostik verstehen wir klinische Untersuchung, eine allgemeine Labordiagnostik inklusive Blutsenkungsgeschwindigkeit, LDH, Harnsäure, Blutbild, Differenzialblutbild, Serumelektrophorese und Immunfixation, schnittbildgebende Verfahren von Hals, Thorax und Abdomen, eine histopathologische Beurteilung einer Knochenmarkstanze sowie einer Probeexzision oder die Beurteilung eines exstirpierten Lymphknotens.
Histopathologische Spezialfärbungen und die direkte Detektion von EBV-DNA in Blut und Liquor dienen darüber hinaus dem Nachweis einer möglichen EBV-Assoziation der Erkrankung. Wegen ZNS-Beteiligungen bei bis zu zehn Prozent der Patienten sind ferner entsprechende bildgebende Verfahren (kraniales CT oder MRT) empfehlenswert. Aufgrund einer ebenfalls häufigen Beteiligung des Gastrointestinaltrakts bei PTLD in 20 bis 25 Prozent der Fälle ist eine Ösophagogastroduodenoskopie und bei entsprechender Symptomatik auch eine Koloskopie, gegebenenfalls mit bioptischer Probenentnahme, regelhaft anzustreben. Die Ausbreitungsdiagnostik wird durch einen Dünndarmbefall durch PTLD-Lymphome erschwert. Die CT-Diagnostik und die Darmsonographie sind hier als Alternative zur Panendoskopie hilfreich.
Wichtige anamnestische beziehungsweise apparativ und/oder laborchemisch zu evaluierende Daten für die Behandlung der PTLD sind Art und Zahl zurückliegender Rejektionskrisen, durchgemachte Infektionen und Komplikationen nach Transplantation sowie die aktuelle Intensität der Immunsuppression, die aktuelle Transplantatfunktion und die aktuelle Leber- und Nierenfunktion nach möglicherweise langjähriger Immunsuppression.
Studienlage zur Therapie
Aufgrund der begrenzten Fallzahlen in den einzelnen Ländern und der Heterogenität der Erkrankung basieren die Therapieerfahrungen in der Behandlung der PTLD für die meisten angewandten Behandlungsschemata auf Einzelfallberichten, Fallserien und kleineren, zumeist retrospektiven Studien. Lediglich für die Behandlung mit dem CD20-Antikörper Rituximab liegen Erfahrungen aufgrund prospektiver, interventioneller Phase-2-Studien vor. In vielen Studien zur Behandlung der PTLD werden zudem unterschiedliche Therapieoptionen (wie Reduktion der Immunsuppression, antivirale Therapie, monoklonale Antikörper, Chemotherapie) miteinander kombiniert, was die Beurteilung einzelner Therapieelemente erschwert. Bisher konnte sich daher keine allgemein akzeptierte Behandlungsstrategie der PTLD etablieren. Es sind jedoch unterschiedliche Therapieoptionen verfügbar (Tabelle Internet), die im Folgenden näher dargestellt werden.

Reduktion der Immunsuppression
Die Reduktion der Immunsuppression kann in einzelnen Fällen die Lymphoproliferationen dauerhaft beenden, vor allem bei Kindern mit polymorphen Lymphoproliferationen nach primärer EBV-Infektion. In der ersten retrospektiven Analyse dieser Therapieoption sprachen alle 17 so behandelten Patienten auf die Therapie an, jedoch verloren alle nachfolgend ihr Transplantat (9). Eine weitere retrospektive Studie mit 30 Patienten ergab eine Ansprechrate von 60 Prozent. Abstoßungskrisen waren selten (6). Diese Ansprechraten erscheinen, gemessen an den eigenen klinischen Erfahrungen, ungewöhnlich hoch und könnten durch deutlich selektionierte Patientenkollektive erklärt werden. So betrug der von Tsai et al. behandelte Anteil an Patienten mit polymorpher PTLD mehr als 60 Prozent. Eine Reduktion der Immunsuppression ist bei frühen Formen der PTLD und polymorpher PTLD besonders viel versprechend. Bei den bei Erwachsenen viel häufiger vorkommenden monomorphen Formen der PTLD ist hingegen ein relevantes klinisches Ansprechen nur in etwa zehn Prozent der Fälle zu erwarten (Evidenzgrad III/IV).

Chirurgie/Strahlentherapie
Wie durch verschiedene Einzelfallberichte und kleinere Patientenserien belegt, kann auch die Bestrahlung oder die chirurgische Exstirpation singulärer Läsionen – zusätzlich zur Reduktion der Immunsuppression – im Einzelfall eine kurative therapeutische Maßnahme bedeuten (Evidenzgrad III) (10, 11, 6).

Antivirale Therapie
Eine antivirale Therapie eignet sich ebenfalls in Einzelfällen, um eine komplette und anhaltende Remission der PTLD zu erreichen. Grundsätzlich muss vor einer antiviralen, medikamentösen Behandlung der Pathologe die EBV-Assoziation bestätigen. Eine erhöhte EBV-Last im peripheren Blut ist nicht beweisend für eine EBV-Assoziation (12). Empfehlenswerte Virustatika sind Foscarnet oder Cidofovir, weil latent EBV-infizierte B-Lymphozyten, wie sie bei der PTLD vorliegen, keine virale Thymidinkinase exprimieren. Ganciclovir ist nach Induktion der viralen Thymidinkinase durch Arginin-Butyrat wirksam (Evidenzgrad III) (13, 14).

Immuntherapeutische Ansätze und adoptiver Immuntransfer
Frühere immuntherapeutische Ansätze mit Interferon-a werden wegen des hohen Risikos der akuten Transplantatabstoßung (15), unsicherer Wirksamkeit und hoher Toxizität nicht mehr empfohlen. Der erstmalige Einsatz von Interleukin 6 in einer Beobachtungsstudie mit zwölf Patienten mit PTLD führte zu fünf kompletten und drei partiellen Remissionen, war jedoch auf Patienten mit polymorpher PTLD beschränkt (16) (Evidenzgrad III).
Die Datenlage zur adoptiven Immuntherapie mit virusspezifischen T-Lymphozyten ist ebenfalls noch sehr begrenzt. Hierbei wird versucht, die durch die Immunsuppression reduzierte EBV-spezifische Viruskontrolle durch Infusion spezifischer zytotoxischer T-Zellen (CTL) wieder herzustellen (adoptiver Immuntransfer). In einer ersten prospektiven Studie setzte man autologe EBV-spezifische CTL als konsolidierendes Therapieelement nach vorangegangener Immuno-Chemotherapie und nach chirurgischer Resektion ein. Bei der konsolidierenden Therapie sollen die nach einer vorangegangenen Therapie im Körper verbliebenen, aber mit konventionellen Methoden nicht mehr nachweisbaren Tumorzellen (minimale Resterkrankung) eliminiert und auf diese Weise die Rezidivrate gesenkt werden. Fünf pädiatrische Patienten nach einer Nierentransplantation wurden auf diese Weise behandelt. Alle Patienten erreichten eine stabile komplette Remission. Die Nachbeobachtungszeit betrug 31 Monate (17). EBV-spezifische zytotoxische T-Lymphozyten sind somit für die Prophylaxe der PTLD und die Behandlung der minimalen Resterkrankung bedeutsam. Allerdings ist dieses Therapieregime nicht kurzfristig verfügbar und technisch aufwendig.

Monoklonale B-Zell-Antikörper
Die gute Verträglichkeit und die hohen Ansprechraten machen monoklonale B-Zell-Antikörper zum wesentlichen Baustein der PTLD-Therapie (Evidenzgrad IIb).
Es gibt zwei größere, unabhängige, multizentrische, prospektive Phase-2-Therapiestudien zur Rituximab-Monotherapie, wobei vier Gaben im wöchentlichen Abstand in einer Dosis von 375 mg/m² appliziert wurden. Die Therapiestudie der deutschen PTLD-Studiengruppe (17 Patienten) ergab bei einer mittleren Nachbeobachtungszeit von 24,2 Monaten eine Rate von 52 Prozent kompletten Remissionen (9 von 17 Patienten). Partielle Remissionen wurden in einem, geringe Remissionen bei zwei Patienten dokumentiert. Drei Patienten hatten eine stabile, ein Patient eine progrediente Erkrankung. Das mittlere ereignisfreie Überleben nach Erreichen einer kompletten Remission betrug 17,8 Monate (18). Die französische PTLD-Studiengruppe hatte bei 43 Patienten eine Ansprechrate von 44,2 Prozent und 27,9 Prozent komplette Remissionen erzielt. (19).

Chemotherapie
Etwa die Hälfte der PTLD-Patienten befindet sich bereits bei der Diagnose in einem fortgeschrittenen Stadium, das sich histologisch häufig als ein diffus großzelliges B-Zell-Lymphom (DLBCL) darstellt (20). Deshalb müssen primär chemotherapeutische (oder immuntherapeutische) Optionen in Betracht gezogen werden. Im Vergleich zu üblichen NHL ist die deutlich höhere chemotherapieassoziierte Toxizität, insbesondere die Hämatotoxizität mit infektiösen Komplikationen als Folge der oft langjährigen Immunsuppression, ein therapeutisches Problem. Hinzu kommt die per se reduzierte Immunkompetenz gegen bakterielle und virale Erreger (Evidenzgrad III).
Eine Kombinationspolychemotherapie aus Cyclophosphamid, Vincristin, Doxorubicin und Prednison in einem dreiwöchigen Rhythmus (CHOP-21) wird als primäres Therapieregime vorwiegend eingesetzt und zeigt gute Ansprechraten bei jedoch im Vergleich zur Normalbevölkerung ungewöhnlich hohen Toxizität. In der derzeit größten retrospektiven Studie zur Therapie der PTLD mit CHOP wurden 25 Patienten behandelt (Choquet S, Leblond V, Jaeger U et al.: Efficacy of CHOP regimen as first line therapy in posttransplantation lymphoproliferative disorders [ PTLD]. A retrospective study on 25 cases. Blood 2003; 11: abstract #3897.). Man konnte eine Ansprechrate von 64 Prozent erzielen mit zwölf kompletten und vier partiellen Remission. Das mediane Gesamtüberleben betrug ein Jahr, das mediane krankheitsfreie Überleben nach Erreichen einer Vollremission circa vier Jahre. Acht der 25 Patienten starben an chemotherapieassoziierten infektiösen Komplikationen (32 Prozent). Ein Patient verstarb an toxischem Leberversagen. Eine prophylaktische Antibiose sowie der Einsatz von Granulozyten-Kolonie-stimulierenden-Faktoren (GCSF) erscheinen daher auch bei einem dreiwöchig CHOP-Regime bei PTLD-Patienten obligat. Die Chemotherapiedosen müssen streng an die Organfunktionen angepasst werden.

Aktuelle Therapiestudien
Die europäischen PTLD-Studiengruppen führen derzeit eine multizentrische offene Phase-2-Therapieoptimierungsstudie durch, um die Sicherheit und Effizienz einer sequenziellen Therapie aus CD20-Antikörper (Rituximab) gefolgt von einer CHOP-basierten Chemotherapie für Patienten mit CD20-positiver PTLD zu ermitteln (PTLD-1-Studie). Diese Untersuchung verbindet somit zwei hoch wirksame Behandlungsoptionen in der primären Therapie. Derzeit liegen die Daten der ersten Zwischenauswertung nach Einschluss von 29 Patienten vor. Hiernach beträgt die Ansprechrate auf die Therapie 83 Prozent, die Rate kompletter Remissionen 62 Prozent. Drei von 25 auswertbaren Patienten starben frühzeitig an therapieassoziierten Komplikationen (12 Prozent) (8).

Interessenkonflikt
Dr. Trappe erhält Vortragshonorare von Hoffman LaRoche, dem Hersteller von Rituximab. Dr. Oertel ist Angestellter bei Hoffmann LaRoche. Prof. Riess erklärt, dass kein Interessenkonflikt im Sinne der Richtlinien des International Committee of Medical Journal Editors besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 15. 9. 2005, revidierte Fassung angenommen: 21. 4. 2006.


Anschrift für die Verfasser
Dr. med. Ralf Ulrich Trappe
Klinik für Innere Medizin mit Schwerpunkt
Hämatologie und Onkologie
Charité, Campus Virchow-Klinikum
Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin
E-Mail: ralf.trappe@charite.de
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