ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2006Ingelore Rosenkötter: Hoffen auf ruhigere Zeiten

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Ingelore Rosenkötter: Hoffen auf ruhigere Zeiten

Hibbeler, Birgit

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Ingelore Rosenkötter. Foto: ddp
Ingelore Rosenkötter. Foto: ddp
Ingelore Rosenkötter (53) ist um ihre neue Aufgabe nicht zu beneiden. Als Bremer Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales muss die SPD-Politikerin nun erst einmal die Scherben zusammenfegen, die sich in der Amtszeit ihrer Parteigenossin Karin Röpke (51) angesammelt haben. Dass sie über Ausdauer verfügt, hat die begeisterte Sportlerin schon beim Marathonlaufen bewiesen.
Rosenkötters Vorgängerin war Mitte Oktober zurückgetreten und hatte so die politische Verantwortung für den „Fall Kevin“ übernommen. Der zweijährige Junge war tot im Kühlschrank seines drogenabhängigen Vaters aufgefunden worden. Zuvor war Röpke bereits im Zuge des „Bremer Klinikskandals“ in die Kritik geraten. Dem ehemaligen Geschäftsführer des Klinikums Bremen-Ost wird unter anderem vorgeworfen, Geld für Gutachten und Beraterverträge verwendet zu haben, die nur auf dem Papier bestanden. Röpke habe ihr Ressort nicht im Griff, so der Vorwurf der Opposition.
Rosenkötter tritt also kein leichtes Erbe an. Zudem erhielt sie bei der Wahl zur Senatorin nur 57 Stimmen. Die Koalition aus SPD und Union verfügt in der Bremischen Bürgerschaft über 69 Sitze. Doch die Chancen stehen gut, dass die ehemalige Bankkauffrau dieses Ergebnis sportlich nimmt. Seit Jahren ist sie Vorsitzende des Landessportbundes Bremen. 2000 wurde Rosenkötter Geschäftsführerin des Landesverbandes Bremen des Deutschen Roten Kreuzes. Birgit Hibbeler
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