ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2006Krankenkassen: Mehr als eine Milliarde Euro plus

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Krankenkassen: Mehr als eine Milliarde Euro plus

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Foto: ddp
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Die gesetzlichen Krankenkassen werden bis zum Jahresende mehr als eine Milliarde Euro Überschuss erwirtschaften. Nach Angaben des Ge­sund­heits­mi­nis­teriums verbuchten die Kassen in den ersten drei Quartalen zwar ein Minus von 300 Millionen Euro. Allerdings werde sich das Ergebnis durch den am 1. November gezahlten Bundeszuschuss von 2,1 Milliarden Euro sowie die zusätzlichen Einnahmen aus dem Weihnachtsgeld deutlich verbessern.
Die verbesserte Finanzlage ist den Angaben zufolge vor allem auf die rückläufigen Ausgaben für Medikamente zurückzuführen. Nachdem die Arzneimittelausgaben im ersten Quartal noch um 4,8 Prozent zugelegt hätten, seien sie im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreswert nur noch um 1,6 Prozent gestiegen. In den großen Ausgabenbereichen gibt es dem Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium zufolge nur noch in den Krankenhäusern mit einem Plus von 4,1 Prozent einen überproportionalen Zuwachs. Insgesamt hätten die Krankenkassen von Januar bis September 108,7 Milliarden Euro eingenommen und 109 Milliarden Euro ausgegeben.
Dagegen verwiesen die Krankenkassen auf einen hohen Kostendruck für 2007. Als Gründe nannten sie die Kürzung des Steuerzuschusses, die Erhöhung der Mehrwertsteuer, aber auch neue finanzielle Belastungen durch die Gesundheitsreform. Bereits zum Start der Reform 2007 müssten die Beitragssätze flächendeckend angehoben werden. afp
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