ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2006Gesundheitskarte: Versicherte vom Nutzen überzeugt

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Gesundheitskarte: Versicherte vom Nutzen überzeugt

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Der Zugriff auf Notfalldaten kann die Behandlung durch Rettungsärzte sicherer machen. Foto: MEV-Verlag
Der Zugriff auf Notfalldaten kann die Behandlung durch Rettungsärzte sicherer machen. Foto: MEV-Verlag
Die Möglichkeit, verordnete Arzneimittel und Notfalldaten, wie etwa Informationen über Allergien und Unverträglichkeiten, künftig mit der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) zu speichern, befürworten Versicherte fast ausnahmslos. In einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des BKK-Bundesverbandes unter 2 829 Personen ab 16 Jahren bezeichnen mehr als 90 Prozent diese Angaben als „sehr wichtig“ oder „wichtig“. Deutlich unter sieben Prozent äußern sich kritisch und meinen, diese Angaben seien „unwichtig“.
Mit den Notfalldaten soll die Behandlung durch Rettungsärzte am Unfallort sicherer werden. Durch die Auflistung der verordneten Arzneimittel kann verhindert werden, dass sich Medikamente in ihrer Wirkung negativ beeinflussen. Notfalldaten und die Liste der verordneten Arzneimittel sind freiwillige Anwendungen der eGK.
Die Einführung der eGK befürwortet etwa jeder zweite Befragte, der bereits im Vorfeld der Umfrage mit dem Thema in Berührung gekommen ist. So sehen 56 Prozent der gesetzlich wie privat Versicherten positive Effekte. Ein Drittel der Befragten, die von der eGK gehört haben, hat allerdings noch keine feste Meinung zur Einführung der neuen Versichertenkarte. Die Ablehnerquote liegt im Zehntelsegment. 63 Prozent der Befragten haben im Vorfeld der Umfrage bereits etwas über die Einführung der eGK gehört. 38 Prozent der gesetzlich Versicherten, aber nur 14 Prozent der privat Versicherten wurden von ihre Krankenversicherung über das Thema informiert. EB

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