ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2006Kulturkalender: Geheimnisse und Wunderheilungen

KULTUR

Kulturkalender: Geheimnisse und Wunderheilungen

Dtsch Arztebl 2006; 103(49): A-3356 / B-2923

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LNSLNS Alle vier Wochen stellt das Deutsche Ärzteblatt eine Auswahl von herausragenden Ausstellungen vor, die Sie nicht verpassen sollten.

BERLIN
bis 21. Januar 2007
Foto: Paul Delvaux Foundation
Foto: Paul Delvaux Foundation
Heinz Mack. Transit zwischen Okzident und Orient
Heinz Mack experimentiert unermüdlich mit Farbe und Licht. Fasziniert von der islamischen Kultur, setzte sich der 1931 im hessischen Lollar geborene Künstler schon früh mit Landschaften und Kunsttraditionen des Orients auseinander. Bereits ab 1960 installierte er aufsehenerregende Plastiken und Spiegelflächen in der Sahara. Die Werkschau zeigt Arbeiten aus rund 45 Schaffensjahren.
Museum für Islamische Kunst/Pergamonmuseum, Museumsinsel, Am Kupfergraben, tgl. 10–18, Do. 10–22 Uhr, Mo. geschlossen

BIELEFELD
bis 21. Januar 2007
Paul Delvaux – Das Geheimnis der Frau
Ab 1929 entwickelte Belgiens berühmter Malersohn (1897–1994) aus der zunächst unerfüllten Liebe zu seiner späteren Frau ein künstlerisch einzigartiges weibliches Wesen. Seine Bilder zeigen einen jungen, feenhaften Frauentypus mit blonden langen Haaren und dunklen Augen. Statuenhaft steht seine Figur, verdoppelt oder in Gruppen, wie eine Göttin des Weiblichen in einem perspektivisch tiefen Raum. Mit 40 Gemälden und 30 Zeichnungen aus internationalen Sammlungen beleuchtet die Ausstellung die vielschichtige Bedeutung des Werks.
Kunsthalle Bielefeld, Artur-Ladebeck-Straße 5, tgl. 11–18, Mi. 11–21, Sa.10–18 Uhr, Mo. geschlossen

Frankfurt
bis 14. Januar 2007
Anonym
Was geschieht, wenn bei einer Ausstellung kein einziger Künstler namentlich genannt wird? Und wenn die Kunstwerke selbst die Autorschaft als Frage aufwerfen, gänzlich verweigern oder sich davon befreien? „Unendliche Möglichkeiten“, meinen die Urheber der Schau.
Schirn Kunsthalle, Römerberg, Di. und Fr.–So. 10–19, Mi.–Do. 10–22 Uhr

Köln
bis 15. Juli 2007
Kaiserbilder
Bildnisse von Kaisern zählen zu den herausragenden Leistungen der römischen Kunst. Zu Beginn seiner Herrschaft (27 v. Chr.–14 n. Chr.) hatte Kaiser Augustus ein offizielles Staatsporträt in Auftrag gegeben. Nach und nach gruppierten sich die Bilder von Familienmitgliedern dazu. Alle seine Nachfolger führten diese Form des politischen Herrscherkults fort – über vier Jahrhunderte.
Römisch-Germanisches Museum,
Roncalliplatz 4, Di.–So. 10–17 Uhr

MÜNCHEN
bis 4. März 2007
Dan Flavin – Retrospektive
Die Präsentation von Flavins Lebenswerk – die erste umfassende Schau des bedeutenden amerikanischen Künstlers in Deutschland – ist die größte Ausstellung der Pinakothek der Moderne seit ihrer Eröffnung vor vier Jahren. Durch die Verwendung von Leuchtstoffröhren, seinem zentralen Medium, hat Dan Flavin (1933–1996) Qualität und Ausdrucksmöglichkeiten von Licht in ebenso umfassender wie überraschender Weise untersucht und zugleich die Grenzen von Malerei und Skulptur neu definiert. Damit wurde er zum Wegbereiter eines neuen künstlerischen Terrains.
Pinakothek der Moderne, Barer Straße 40, tgl. 10–17, Do./Fr.10–20 Uhr, Mo. geschlossen

STUTTGART
bis 18. Februar 2007
Humanism in China
Anhand von circa 600 dokumentarischen Fotografien entsteht ein Lebenspanorama der Menschen in China, dessen Titel man auch mit einem Fragezeichen versehen könnte. Die Aufnahmen – sämtlich von chinesischen Fotografen – stammen aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und sind in vier große Themenbereiche gegliedert: Existenz, Beziehung, Begehren und Zeit. Nach Frankfurt ist die vom Guangdong Museum of Art konzipierte Schau in neuer Präsentation und mit umfangreichem Vortrags- und Filmprogramm (siehe www.staatsgalerie.de) in Stuttgart zu Gast.
Staatsgalerie, Konrad-Adenauer-Straße 30 –32, tgl. 10–18 Uhr, Do. 10–21 Uhr, Mo. geschlossen


Der besondere Tipp

Foto: Charité Berlin
Foto: Charité Berlin
Wunderheilungen in der Antike – von Asklepios zu Felix Medicus
Seit jeher haben sich Menschen auf Pilgerfahrten begeben, um Heilung zu erfahren. In der griechisch-römischen Antike waren vor allem die dem Gott Asklepios geweihten Kultstätten das Ziel. Mit der Ausbreitung des Christentums ersetzten Kirchen die Tempel der Antike, aber die Rituale blieben dieselben. Die Schau in der Berliner Charité, die bis zum 11. März 2007 zu sehen ist, präsentiert kulturelle und religiösmedizinische Objekte aus Antike, Mittelalter und Neuzeit, die zum Teil noch nie ausgestellt waren. Die virtuelle Nachbildung des christlichen Heiligtums des Felix Medicus in Cimitile/Nola bei Neapel ist einer der Höhepunkte.
Medizinhistorisches Museum der Charité, Campus Charité Mitte, Schumannstraße 20/21, 10117 Berlin, tgl. 10–17, Mi. 10–19 Uhr, Mo. geschlossen.
Weitere Informationen: www.bmm.charite.de
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