ArchivDÄ-TitelSupplement: ReisemagazinSUPPLEMENT: Reisemagazin 3/2006Dresden: Deutschlands ältester Weihnachtsmarkt

SUPPLEMENT: Reisemagazin

Dresden: Deutschlands ältester Weihnachtsmarkt

Berg, Detlef

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Advent an der Elbe: „Das Gewühl der Käufer und höfliche Locken der Verkäufer – alles regte festlich auf.“
Advent an der Elbe: „Das Gewühl der Käufer und höfliche Locken der Verkäufer – alles regte festlich auf.“
Seit 1434 lockt der Striezelmarkt mit „einem Gewimmel höchstinteressanter Buden“.

Schon der Maler Wilhelm von Kügelgen war vom adventlichen Markttreiben in Dresden begeistert: „Uns Kinder lockte jener Markt, der nach einem eigentümlichen Backwerk der Striezelmarkt genannt wird. Acht Tage vor dem Feste pflegte sich der Dresdner Altmarkt mit einem Gewimmel höchstinteressanter Buden zu bedecken, die abends erleuchtet waren und große Augenlust gewähren. Das Glitzern der mit Rauschgold, bunten Papierschnitzeln und goldenen Früchten dekorierten Weihnachtsbäume, die hell erleuchteten Krippen, Knecht Ruprecht, die Schornsteinfeger von gebackenen Pflaumen, die eigentümlichen Wachsstockpyramiden in allen Größen, endlich das Gewühl der Käufer und höfliche Locken der Verkäufer – alles regte festlich auf.“ Seit 1434 besteht dieser Markt, er ist der älteste in Deutschland.
Bis heute sind diese Traditionen lebendig. Die berühmtesten Beispiele weihnachtlichen Kunsthandwerks kommen aus der Umgebung Dresdens: Holzkunst aus dem Erzgebirge, Blaudrucke und Töpferwaren aus der Lausitz, Lebkuchen aus der Pfefferkuchenstadt Pulsnitz, Herrenhuter Adventssterne und natürlich Spezialitäten aus Dresden selbst.
Kulinarische Attraktion des Markts ist der Originale Dresdner Christstollen, der ursprünglich Striezel hieß und dem Markt seinen Namen gab. Dem Dresdner Stollen ist auch das alljährliche Stollenfest gewidmet. Bäcker der Stadt transportieren dann einen Riesenstollen von fast vier Tonnen Gewicht in einem Festumzug vom barocken Zwinger, vorbei an Semperoper, Hofkirche und Frauenkirche bis zum Altmarkt. Dort wird der Stollen angeschnitten und an die Besucher des Striezelmarkts verkauft. Den Mittelpunkt des Marktes bildet die größte Weihnachtspyramide der Welt. Um sie herum feiern die Dresdner und ihre Gäste das Pyramidenfest, ein Sangeswettstreit mit weihnachtlicher Vokalmusik.
Altstadtromantik bietet der Weihnachtsmarkt auf der Münzgasse bis zum Platz an der Frauenkirche. Entspannt bummeln kann man beim Neustädter Advent in Haupt- und Königstraße, und das „Stallhöfische Adventsspektakel“ zwischen Johanneum und Schloss führt ins Mittelalter.
Die Weihnachtszeit ist in Dresden auch ein Fest der Musik. Jeden Samstag um 17 Uhr kann man in der Kreuzkirche die traditionelle Chorvesper mit dem Kreuzchor, einem der ältesten deutschen Knabenchöre, genießen. Detlef Berg

Infos: Dresden-Werbung und Tourismus GmbH, Postfach 12 09 52,
01010 Dresden, Telefon: 03 51/4 91 92-0, Fax: 03 51/49 19 21 16,
Internet: www.dresden-tourist.de.
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