ArchivDÄ-TitelSupplement: ReisemagazinReisemagazin 3/2006Hochgurgl: Von der Skipiste ins Golfvergnügen

Supplement: Reisemagazin

Hochgurgl: Von der Skipiste ins Golfvergnügen

Dtsch Arztebl 2006; 103(49): [18]

Lerche, Angelika

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Im schneesichersten Wintersportort der Alpen den Old Course von St. Andrews spielen

Die Gäste auf der dritten Etage benutzen lieber den Fahrstuhl, um in ihr Zimmer zu gelangen. Beim Treppensteigen kommen sie aus der Puste. Das hängt wohl mit der Luft zusammen, die hier in einer Höhe von 2 200 Metern recht dünn ist. Schließlich ist das „Hotel Riml“ im Skiort Hochgurgl, das höchstgelegene 4-Sterne-Haus in den Alpen. Wer nach zahllosen Kurven durch das Ötztal hier oben ankommt, dem eröffnet sich ein Blick über endlos weite, schneebedeckte Hochgebirgshänge. Wo andernorts die Liftanlagen enden, fängt hier der Winterspaß erst richtig an. Zwischen 1 800 und 3 000 Höhenmetern liegen mehr als 110 Pistenkilometer. Breite Autobahnen für die ganze Familie, schwere Buckelpisten für Könner, Tiefschneeabfahrten für Snowboarder, und das meist bei blauem Himmel und einer Luft, so prickelnd wie Champagner. Schnee ist garantiert von November bis April: Der „Große Falk Skiatlas“ kürte die Region Obergurgl-Hochgurgl im Jahr 2005 zum schneesichersten Skigebiet im Alpenraum. Und das Schönste: An das Ende des Ötztals kommen kaum Tagesurlauber, die Hotelgäste bleiben weitgehend unter sich – kaum Wartezeiten an den Skistationen, die Pisten angenehm leer.
Gerold Riml, Besitzer des Hotels und ehemaliger Skirennläufer, hat unter seinen Gästen auch viele Golfer. Für sie baute er vor zwei Jahren eine 700 Quadratmeter große Indoor-Golfanlage. Neben einem Putting-Grün stehen vier Driving-Range-Simulatoren inklusive Schwunganalyse-Software, drei Fullswing-Golfsimulatoren und eine Schwung-Videoanalyse-Box zur Verfügung. Riml selbst hatte vor Anschaffung der Anlage einen Schnupperkurs besucht, Golf spielen lernte er an seinen eigenen Simulatoren. „Sie sind das Beste, was der Markt zu bieten hat“, erzählt er. Über zwei Infrarotlichtschranken messen sie die Geschwindigkeit, den Spin und die Ballflugkurve und vermitteln das Gefühl, tatsächlich auf einem Golfplatz zu stehen. Und nicht nur auf irgendeinem, sondern dem schönsten der Welt. Pebble Beach, Valderrama oder St. Andrews – die Auswahl ist groß. Der Spieler kann sich unter 54 Plätzen seinen Lieblingskurs aussuchen. Kommt er dann tatsächlich einmal dorthin, ist er mit dessen Verhältnissen bereits vertraut. Auch Hank Haney, Trainer von Golf-Star Tiger Woods, spielte bereits auf den Fullswing-Simulatoren und lobte die Präzision der Messung und die gelungene grafische Darstellung.
PGA-Pro Alexandre Leclercq von der Golfakademie Bad Griesbach steht den Golfern von Sonntag bis Freitag zur Seite, unterrichtet sie im Drive, den Annäherungsschlägen und im kurzen Spiel. Er hilft dabei, den Schwung zu optimieren und das Handicap zu verbessern. „In der kalten Jahreszeit trainieren, damit verschaffst Du Dir einen entscheidenden Vorteil für die kommende Saison“, ist seine Überzeugung. Es gibt weder Einschreibegebühren noch Kursvorgaben. Auch Anfänger können auf der Indoor-Anlage erste Golf-Erfahrungen sammeln. Sie lernen die Spielregeln, den Umgang mit Eisen und Holz und die wichtigsten Begriffe in entspannter Winterurlaubsatmosphäre. Angenehm ist, dass man das erforderliche Equipment kostenfrei ausleihen kann. Angelika Lerche

Infos: Internet: www.hotel-riml.com oder Telefon: 00 43/0/52 56-62 61.
Perfekte Illusion: Die Golfer können sich unter 54 Plätzen ihren Lieblingskurs aussuchen. Foto: Angelika Lerche
Perfekte Illusion: Die Golfer können sich unter 54 Plätzen ihren Lieblingskurs aussuchen. Foto: Angelika Lerche
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