ArchivDeutsches Ärzteblatt PP12/2006Präventionsprogramme: Vorschulkinder noch unterrepräsentiert

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Präventionsprogramme: Vorschulkinder noch unterrepräsentiert

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LNSLNS Das Kindes- und Jugendalter ist von besonderer Bedeutung für die Gesund­heits­förder­ung, da einerseits hier entscheidende Grundlagen für das Gesundheitsverhalten im Erwachsenenalter gelegt werden und andererseits immer mehr Kinder und Jugendliche von einer Vielzahl somatischer und psychischer Symptome betroffen sind. Gesundheitspsychologen aus Marburg und Bielefeld haben empirisch evaluierte Interventionsprogramme zur Prävention und Gesund­heits­förder­ung im Kindes- und Jugendalter gesammelt, indem sie eine Expertenbefragung und eine Umfrage unter Mitgliedern der Deutschen Gesellschaft für Psychologie und des Berufsverbandes Deutscher Psychologen durchgeführt haben. Die Umfrage erbrachte 46 Programme, von denen zehn den Auswahlkriterien der Autoren entsprachen. Kriterien waren: klare präventive Orientierung, gesundheitspsychologische Ausrichtung, Evaluation, Trainingsmanual. Die inhaltliche Zielsetzung besteht bei sechs Programmen in der Suchtprävention, ansonsten in der Prävention psychischer Störungen (Depression, Angststörung) und Verbesserung der Stressbewältigung. Sieben der zehn Programme wenden sich an zwölf- bis 18-jährige Jugendliche. „Trotz des erfreulichen Zuwachses an neuen Programmen zeigt sich bei Durchsicht der angesprochenen Altersgruppen, dass gerade die jüngeren Kinder im Vorschulalter noch deutlich unterrepräsentiert sind“, so die Autoren. ms

Kaluza G, Lohaus A: Psychologische Gesund­heits­förder­ung im Kindes- und Jugendalter. Zeitschrift für Gesundheitspsychologie 2006; 3: 119–43.

Prof. Dr. Gert Kaluza, GKM – Institut für Gesundheitspsychologie, Liebigstraße 31 a, 35037 Marburg, E-Mail: kaluza@gkm-institut.de

Prof. Dr. Arnold Lohaus, Universität Bielefeld, Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft, Postfach 10 01 31, 33501 Bielefeld, E-Mail: arnold.lohaus@uni-bielefeld.de
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