ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2006Krankenhausärzte: Verraten und verkauft
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Ich bin maßlos enttäuscht über den Inhalt Ihres Artikels. Die Überschrift „Verraten und verkauft“ wäre passender gewesen. Was Herr Montgomery in seiner anmaßenden Art über den Erfolg der Tarifverhandlungen aussagt, ist eigentlich ein Schlag in das Gesicht der vielen Ärzte, die sich der falschen Hoffnung hingaben, dass wirklich jemand an ihren Arbeitsbedingungen ein Interesse hätte. Aber wie das DÄ schon in Heft 40/2006 berichtete, hatten die Arbeitgeber nichts Schnelleres zu tun, als aus dem VKA auszutreten. So auch mein Arbeitgeber, der sich mittlerweile frei nach Gutsherrenart nicht einmal mehr vollständig nach dem TVöD richtet. Wo sind die tarifrechtlichen Instrumente, die solch ein unmoralisches Verhalten verurteilen? Der „einzige Erfolg“ dieses sogenannten Tarifvertrags besteht darin, dass die Arbeitgeber jetzt einen hervorragenden Sündenbock für ihre verkorkste Finanzierungspolitik der kommunalen Krankenhäuser bekommen haben. Wie es auch mein Arbeitgeber vormacht, der betriebsbedingte Kündigungen den „bösen und habgierigen“ Ärzten in die Schuhe schiebt. Solange solche Machenschaften seitens der Tarifparteien ungesühnt bleiben, wird es keine Ruhe an der Basis geben und der Exodus hoch qualifizierter Ärzte ins Ausland, wo es noch für gute Arbeit auch eine entsprechende Anerkennung gibt und man nicht nur auf einen Kostenfaktor reduziert wird, weitergehen . . .
Dr. Christoph Kempe, DEAA, Siedlerweg 12,
15295 Brieskow-Finkenheerd
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