ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2006Frank Ulrich Montgomery: Comeback in Hamburg

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Frank Ulrich Montgomery: Comeback in Hamburg

Flintrop, Jens

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Frank Ulrich Montgomery. Foto: Bernhard Eifrig
Frank Ulrich Montgomery. Foto: Bernhard Eifrig
Dr. med. Frank Ulrich Montgomery (54) ist wieder Präsident der Ärztekammer Hamburg. Am 4. Dezember wählte ihn die Kammerversammlung mit 39 von 55 Stimmen bei zwei Enthaltungen. Der Radiologe, der als Oberarzt am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf tätig ist, hatte das Amt bereits von 1994 bis 2002 bekleidet. In der Zwischenzeit erkämpfte er als Vorsitzender der Klinikärztegewerkschaft Marburger Bund die ersten arztspezifischen Tarifverträge für den öffentlichen Dienst. Montgomery löst den niedergelassenen Dermatologen Dr. med. Michael Reusch (52) ab, der bei der Wahl auf 14 Stimmen kam.
In Hamburg will sich Montgomery dafür einsetzen, die hohe Qualität der Gesundheitsversorgung im ambulanten wie im stationären Bereich zu erhalten. Er verstehe nicht, dass Bürgermeister Ole von Beust (CDU) „die desaströsen Auswirkungen der geplanten Gesundheitsreform auf Hamburg nicht sieht“. Die Metropolfunktion der Hansestadt müsse unbedingt erhalten bleiben. In gesundheitspolitisch schwierigen Zeiten sei die Geschlossenheit der Hamburger Ärzteschaft umso wichtiger, betont der Kammerpräsident: „Denn nur im gemeinsamen Handeln haben wir eine Chance gegenüber der Politik.“ Persönliche Animositäten gelte es deshalb zurückzustellen.
Mit der Wiederwahl in Hamburg gehört Montgomery auch wieder dem Vorstand der Bundesärztekammer (BÄK) an. Gefragt, ob er nun – ausgestattet mit der Popularität eines Gewerkschaftschefs – das Amt des BÄK-Präsidenten anstrebe, betont Montgomery, dass er nicht gegen Prof. Dr. med. Jörg-Dietrich Hoppe kandidieren werde. Der amtierende BÄK-Präsident hatte jüngst angekündigt, sich beim nächsten Ärztetag erneut zur Wahl zu stellen. Jens Flintrop
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