ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/2006Friedrich Wolf: Verachtenswert
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Trotz ihres anerkennenswerten künstlerischen Schaffens waren und sind für uns ehemalige DDR-Bürger Leute wie Friedrich Wolf und Stalinpreisträger Bert Brecht verachtenswerte Sympathisanten und Kollaborateure der Stalin-Diktatur, die ja allein in der Sowjetunion meist auf grausamste Weise etwa 30 Millionen Menschen umgebracht hat. Auch viele Emigranten aus westlichen Ländern sind damals Stalins Säuberungswellen zum Opfer gefallen. Man fragt sich, ob die Familie Wolf durch einen glücklichen Zufall überlebte oder ob sie – wie Ulbricht und Genossen – einer Gruppe besonders skrupelloser Denunzianten angehörte. Man soll einen Vater nicht für die Verbrechen seines Sohnes verantwortlich machen. Aber Markus Wolf war neben Erich Mielke Haupttäter bei den Stasi-Verbrechen unter der SED-Diktatur. Es ist zu hoffen, dass die meisten Menschen in Neuwied so viel Geschichtskenntnis und Achtung vor den Opfern der kommunistischen Gewaltherrschaft haben, dass sie sich nicht gerne an ihren „großen Sohn“ erinnern. Und es ist zu hoffen, dass die „Gedenkstätte“ nicht von unseren Steuergeldern mitfinanziert wird.
Dr. med. Peter Bonfils, In den Rietbroken 29,
49525 Lengerich
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