ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/2006Jüdische Ärzte: Ergänzung
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Der Redaktion des DÄ danke ich, dass Beiträge zu „Themen der Zeit“, wie: „Jüdische Ärzte in der NS-Zeit: Der große Betrug“ von Franz Brenner in DÄ 43/2006 in einiger Regelmäßigkeit in der Zeitschrift zum Abdruck kommen. In DÄ 45/2006, unter der Rubrik „Aktuell“, tadelte Ge­sund­heits­mi­nis­terin Schmidt auf einer Gedenkveranstaltung der Ärzteschaft für die vertriebenen und ermordeten jüdischen Ärzte in der Neuen Synagoge in Berlin die späte Aufarbeitung des Themas „Rolle der Ärzteschaft im Nationalsozialismus“ erst im 21. Jahrhundert. Nach meiner Kenntnis bestand seit Anfang der 1980er-Jahre ein Forschungsprojekt „Medizin im Nationalsozialismus“ am Karl-Sudhoff-Institut für Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften der damaligen „Karl-Marx-Universität Leipzig“. Unter der Leitung seines Direktors, Herrn Professor Dr. Achim Thom, wurden im Rahmen des Forschungsprojekts sehr viele Arbeiten zur Erlangung der Promotion A angefertigt . . . Herr Professor Dr. Thom selbst hat bereits im Jahre 1983 an der Berliner Humboldt-Universität ein überregionales Symposium zur Medizin im Nationalsozialismus abgehalten und die Ergebnisse einer systematischen Aufarbeitung vorgestellt. Studien zu derartigen Untersuchungen in Westdeutschland erschienen Mitte der Siebzigerjahre und wurden u. a. auf einer Tagung zum Thema „Medizin im Nationalsozialismus“ an der Evangelischen Akademie in Bad Boll im Jahre 1982 veröffentlicht. Deshalb soll hier ergänzt werden, dass die Aufarbeitung dieser Vergangenheit durch die deutsche Ärzteschaft bereits im vorigen Jahrhundert begann. Meiner Meinung nach sind Institute für Geschichte der Medizin, ihrem Selbstverständnis folgend, für die wissenschaftliche Aufarbeitung bestens gerüstet.
Literatur bei dem Verfasser
Klaus Zöphel, Burgenlandstraße 36, 01279 Dresden
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