ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2007Krankenhäuser: Geringer Anstieg der Fallzahlen bis 2010

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Krankenhäuser: Geringer Anstieg der Fallzahlen bis 2010

Dtsch Arztebl 2007; 104(1-2): A-5 / B-5 / C-5

Merten, Martina

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Ältere Patienten als „Kostentreiber“: Die Krankenhäuser rechnenbis 2010 mit 80 Euro mehr pro Fall. Foto: dpa
Ältere Patienten als „Kostentreiber“: Die Krankenhäuser rechnen
bis 2010 mit 80 Euro mehr pro Fall. Foto: dpa
Bis 2010 wird die Zahl derjenigen Patienten, die stationär behandelt werden müssen, geringfügig steigen. Zwar nimmt die Anzahl der Patienten unter 60 Jahren weiter ab. Dagegen ist bei Patienten ab 80 Jahren mit einer Zunahme von 15 Prozent zu rechnen. Das geht aus einer Untersuchung des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) hervor, die der Bundesverband Medizintechnologie in Auftrag gegeben hatte. „Voraussetzung für diese Prognose ist aber, dass auch in den nächsten Jahren der medizinische und medizinisch-technische Fortschritt eine Zunahme der ambulanten Behandlungen ermöglicht“, betonte Udo Müller, Geschäftsführender Vorstand des DKI, bei der Vorstellung der Ergebnisse in Berlin. Ansonsten müssten etwa eine Million mehr Patienten stationär behandelt werden.
Von einem Anstieg der ambulanten Fallzahlen bis 2010 um zehn Prozent ist Dr. Matthias Offermann zufolge auszugehen. Denn, so der DKI-Mitarbeiter, sowohl die Ergebnisse des DKI-Krankenhaus-Barometers als auch des DKI-Management-Reports hätten ergeben, dass bereits jetzt auf jeweils 100 stationäre Fälle 110 krankenhausambulante Fälle kommen.
Aufgrund der steigenden Altersstruktur ist dem DKI zufolge mit einem Anstieg der Fallkosten zu rechnen. Bis 2010 lägen die Kosten pro Patient um 80 Euro höher als bislang. Erwartete Kostenzuwächse beim medizinischen Bedarf seien allerdings nicht durch Einsparungen zu kompensieren. MM
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