ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2007Gemeindeschwestern: Ein Goldstück
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Heike Korzilius und Samir Rabbata schrieben über Versuche in den neuen Bundesländern, die Gemeindeschwester-Institution wieder einzuführen, respektive zunächst Sinn und Effektivität dieser Maßnahme zu prüfen. Die Tatsache, dass diese Versuche unternommen werden, erfüllt mich mit großer Zufriedenheit, habe ich doch den Nutzen dieser Gemeindeschwester-Institution, die damals von den Kirchen getragen wurde, am eigenen Leib segensreich erfahren dürfen. Auch später als niedergelassener Hausarzt hatte ich noch lange Jahre das Glück, mit Gemeindeschwestern, jetzt von der Caritas getragen, zusammenarbeiten zu dürfen. Eine gute, nicht nur tüchtige, sondern auch menschliche Gemeindeschwester ist ein Goldstück für Patient und Arzt. Dies nicht nur auf dem Land, sondern auch in Großstadtnähe, ja, in der Großstadt selbst. Angesichts der Tatsache des immer gravierender werdenden Ärztemangels und der immer älter werdenden Bevölkerung kann ich nur hoffen, dass sich das Gemeindeschwester-Modell möglichst bald flächendeckend durchsetzt. So weit das eine. Das andere ist, dass sich mir beim Lesen des o. g. Artikels mehrfach die Haare sträubten. Da entwickelt die mecklenburg-vorpommersche, also doch wohl deutsche Universität Greifswald dieses Konzept und verpasst ihm zwanghaft-assoziativ den Namen „Agnes“. Arztentlastend, gesundheitsnahe, das verstehe ich, was aber, bitte schön, ist eine E-Health-gestützte, Systemische Intervention? Die Damen und Herren Wissenschaftler der sprachlichen Zwitterabteilung Versorgungsepidemiologie und Community Health werden wissen, warum sie ihr Projekt in Mecklenburg-Vorpommern so genannt haben . . . Wo sich seit Oktober 2005 die 19 Pflegekräfte zur Family Health Nurse weiterbilden, geht aus dem Artikel nicht hervor, aber ohne jeden Zweifel werden sie alle nach erfolgreicher Prüfung bei den old folks und den chronological patients dann erfolgreich health nursing machen und in die families gehen, dort vielleicht nebenher take care for the kids machen, das shopping übernehmen und wound-caring an den restless legs durchführen . . .
Dr. med. Rolf Schwalbach, Löwengasse 5,
65199 Wiesbaden-Dotzheim
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige