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Bei dem von Kienbaum Management Consultants GmbH vorgestellten neuen Führungsinstrument fehlt der Bezug zum Dienst am Patienten. Stattdessen sollen Klinikärzte irgendwelche „Unternehmensziele“ im Auge haben, z. B. auf wirtschaftliches Denken und Handeln getrimmt werden, vergleichbar mit einem Angestellten in irgendeinem Unternehmen. Das damit verbundene Konzept der leistungsbezogenen Vergütung beinhaltet unsinnige „Leistungs- und Verhaltenskriterien“, nach denen die Klinikärzte beurteilt und „belohnt“ werden sollen. Diese Kriterien sind überwiegend nur subjektiv beurteilbar und stehen zudem in keinem Zusammenhang mit der Qualität einer ärztlichen Tätigkeit. Wer eine Vergütung auf dieser Basis durchführt, erhöht den Konkurrenzkampf und Unmut unter den Klinikärzten und verfehlt das Wohl der Patienten. Wozu soll für diesen Unsinn Geld verschwendet werden? An dem vorgestellten Konzept sieht man, dass es wohl besser ist, wenn Ärzte ihre Führungs- und Vergütungskonzepte selbst entwickeln.
Dr. med. Carola Breuer, Müllerstraße 178,
13342 Berlin

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