ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2007KTQ® für Praxen und MVZ – schnell einsteigen und viel Qualität gewinnen. Handbuch zum KTQ-Schnelleinstieg

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KTQ® für Praxen und MVZ – schnell einsteigen und viel Qualität gewinnen. Handbuch zum KTQ-Schnelleinstieg

Dtsch Arztebl 2007; 104(1-2): A-33 / B-31 / C-29

Lüthy, Anja; Dannenmaier, Gesine

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Qualitätsmanagement: Transparente Abläufe

Seit Januar 2004 sind alle Einrichtungen des Gesundheitswesens nach § 135a Absatz 2 Nr. 2 des SGB V verpflichtet, ein einrichtungsinternes Qualitätsmanagement einzuführen und dieses kontinuierlich weiterzuentwickeln. Um stationäre und ambulante Einrichtungen des Gesundheitswesens bei der Einführung von internem Qualitätsmanagement zu unterstützen, wurde 2001 die Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen (KTQ) gegründet. Gesellschafter sind die Spitzenverbände der Krankenkassen, die Bundes­ärzte­kammer, der Hartmannbund, die Deutsche Krankenhausgesellschaft und der Deutsche Pflegerat.
Mit dem soeben erschienenen Handbuch will die KTQ GmbH allen niedergelassenen Ärzten Hilfestellung für einen schnellen und unkomplizierten Einstieg in das KTQ-Verfahren geben. Das Handbuch verfolgt das Ziel, Praxen ohne umfangreiche externe Begleitung dazu zu befähigen, Qualitätsmanagement professionell umzusetzen.
Zunächst werden die gesetzlichen Vorschriften und allgemeine Maßnahmen des Qualitätsmanagements im Gesundheitswesen vorgestellt. Darauf folgen Hinweise zur systematischen Vorbereitung der KTQ-Zertifizierung in der Praxis. Das Prinzip der KTQ-Selbstbewertung anhand eines umfassenden Fragenkatalogs wird im dritten Kapitel erläutert. Im vierten Kapitel werden für alle sechs KTQ-Kategorien (Patientenorientierung, Praxisführung, Mitarbeiterorientierung, Sicherheit in der Praxis, Informationswesen und Qualitätsmanagement) zahlreiche Qualitätsmanagement-Maßnahmen aufgelistet, die sofort umgesetzt werden können. Für alle Maßnahmen wird der daraus resultierende konkrete Nutzen aufgeführt.
Kapitel sechs und sieben beschäftigen sich mit der KTQ-Software, der Erstellung des Qualitätsberichtes und mit dem Prozedere der Fremdbewertung. Die Fremdbewertung hat den Zweck, die Selbstbewertung vor Ort, in der Praxis selbst, zu hinterfragen. KTQ-Visitoren führen mit den ärztlichen Kollegen in der Praxis „kollegiale Dialoge“ durch. Bei einem positiven Ergebnis dieser Fremdbewertung vergibt die KTQ GmbH das Zertifikat und veröffentlicht den Qualitätsbericht auf der Homepage unter www.ktq.de.
In dem fast 70 Seiten langen Anhang befinden sich unter anderem Checklisten, Leitfäden und Muster für Patientenzufriedenheitsbefragungen, die auch auf der beigefügten CD-ROM abgebildet sind. Diese Muster sind so konzipiert, dass sie sofort angewandt werden können. Sämtliche im Anhang aufgeführten Bögen zur Befragung von Patienten verschiedener Facharztpraxen, zuweisenden Ärzten und Mitarbeitern sind unter der Leitung einer der beiden Autorinnen, Anja Lüthy, entwickelt worden und bereits in Arztpraxen erfolgreich eingesetzt worden. Dort haben sie sich gut bewährt. Aus bereits zertifizierten Praxen wird berichtet, dass mit der KTQ-Zertifizierung die Arbeitszufriedenheit der Ärzte und der Helferinnen spürbar gestiegen ist – aufgrund der Umsetzung nützlicher QM-Maßnahmen. Die Abläufe in der Praxis seien sowohl für die Mitarbeiter als auch für die Patienten wesentlich transparenter geworden. Thomas Gerst

Anja Lüthy, Gesine Dannenmaier: KTQ® für Praxen und MVZ – schnell einsteigen und viel Qualität gewinnen. Handbuch zum KTQ-Schnelleinstieg. Deutsche Krankenhaus Verlagsgesellschaft mbH, Düsseldorf, 2006, 154 Seiten, CD, kartoniert, Ringbindung, 29,80 €
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