ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2007Wolf-Dieter Ludwig: Streiter für unabhängige Arzneiinformation

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Wolf-Dieter Ludwig: Streiter für unabhängige Arzneiinformation

Dtsch Arztebl 2007; 104(1-2): A-58 / B-55 / C-53

Korzilius, Heike

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Wolf-Dieter Ludwig. Foto: AkdÄ
Wolf-Dieter Ludwig.
Foto: AkdÄ
„Wir dürfen unsere Arzneimitteltherapie nicht von Hochglanzbroschüren abhängig machen“, sagt Prof. Dr. med. Wolf-Dieter Ludwig. Der 54-jährige Internist, Hämatologe und Onkologe am Universitätsklinikum Berlin-Buch wurde am 6. Dezember zum Vorsitzenden der Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) gewählt, eines Fachausschusses der Bundes­ärzte­kammer. „Der Begriff ,wissenschaftlicher Fachausschuss‘ liegt mir sehr am Herzen“, betont der neue AkdÄ-Vorsitzende. „Wir wollen an erster Stelle eine rationale Arzneimitteltherapie vermitteln im Sinne der Patienten.“
Das Ziel, Ärzte unabhängig von Pharmainteressen über Arzneimittel zu informieren, spielt in Ludwigs Berufsleben seit Jahren eine bedeutende Rolle. Einer seiner klinischen Schwerpunkte ist die rationale Pharmakotherapie in der Hämatologie und internistischen Onkologie. Seit 1991 ist er Mitarbeiter des pharmakritischen „Arzneimittelbriefs“, seit 2006 dessen Mitherausgeber. Seit 2005 ist er Fachredakteur der medizinisch-wissenschaftlichen Redaktion des Deutschen Ärzteblattes.
Die AkdÄ will Ludwig auch in neuen gesundheitspolitischen Diskussionen wie der um die Rationierung medizinischer Leistungen positionieren. „Wir sollten Unnötiges nicht verordnen und Neues prüfen. Dazu benötigen wir evidenzbasierte Kriterien, damit die Patienten nicht leiden“, definiert er die Rolle der AKdÄ. Er formuliert das besonnen, aber bestimmt. Heike Korzilius
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