THEMEN DER ZEIT

Armut in Deutschland

PP 6, Ausgabe Januar 2007, Seite 19

Bühring, Petra

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LNSLNS Jeder fünfte armutsgefährdete Mensch in Deutschland geht aus finanziellen Gründen nicht zum Arzt: Zuzahlungen und Praxisgebühr sind nach eigenen Angaben die Ursachen. Gleichzeitig schätzen sie ihren Gesundheitszustand schlechter ein. Das Statistische Bundesamt hat erstmals EU-weit vergleichbare Daten zur Armut in Deutschland aus der Studie „Leben in Europa“ vorgestellt. Danach waren im Jahr 2004 etwa 10,6 Millionen Menschen (13 Prozent) armutsgefährdet, das heißt, sie mussten – nach EU-Definition – mit weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens (< 856 Euro Netto) auskommen; darunter waren 1,7 Millionen Kinder unter 16 Jahren.
Das Risiko, arm zu werden, ist in den neuen Bundesländern, einschließlich Berlin, höher (17 Prozent) als im Westen (12 Prozent), mit Ausnahme bei den über 65-jährigen Männern. Gleichaltrige Frauen sind in ganz Deutschland überdurchschnittlich von Armut bedroht. Weitere Armutsrisiken sind vor allem Arbeitslosigkeit, fehlende Berufs- und Bildungsabschlüsse, alleinerziehend zu sein und mehr als drei Kinder zu haben. Im EU-Vergleich liegt Deutschland von 14 Ländern auf Platz 6. Die Studie steht unter www. destatis.de/lebenineuropa zum Herunterladen bereit. PB
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