ArchivDeutsches Ärzteblatt PP1/2007Psychologische Psychotherapie bei chronisch entzündlichen Darm­er­krank­ungen

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Psychologische Psychotherapie bei chronisch entzündlichen Darm­er­krank­ungen

PP 6, Ausgabe Januar 2007, Seite 45

Sachse, Rainer

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Chronisch enTzündliche Darm­er­krank­ungen: Interessanter Behandlungsansatz

Der Schwerpunkt des vorgestellten Behandlungsmodells liegt auf einer interventionsorientierten Störungstheorie, in der insbesondere die vier Komponenten Entfremdung, mangelhafte Reflexion, Außenorientierung und defizitäres Selbstkonzept der von chronisch entzündlichen Darm­er­krank­ungen (CEDE) betroffenen Patienten beeinflusst werden sollen. Der Autor stellt dieses Modell als störungsspezifisches therapeutisches Vorgehen bei CEDE vor und konstatiert sehr gute Behandlungsergebnisse. Demgegenüber bleiben nach seiner Auffassung die CEDE-Patienten zu lange im rein internistischen Sektor.
Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass das Behandlungskonzept – bezogen auf Veränderungen psychologischer Parameter – durchaus wirksam sein dürfte. Im Hinblick auf die Beeinflussung der CEDE vermisst man aber Angaben über einschlägige gastroenterologische Parameter und damit spezifische Outcome-Variablen für eine Verbesserung der chronisch entzündlichen Darm­er­krank­ung selbst. Hier hat offensichtlich eine Zusammenarbeit mit einer entsprechenden medizinischen Einrichtung gefehlt (die behandelten Patienten wurden über Zeitungsanzeigen und Radiomitteilungen für die Studie rekrutiert).
Fazit: ein interessanter und im Hinblick auf bestimmte psychologische Parameter auch erfolgreicher Behandlungsansatz. Seine spezifische Wirksamkeit bei CEDE müsste aber noch in einem dafür geeigneten Studiendesign nachgewiesen werden. Ulrich Rüger

Rainer Sachse: Psychologische Psychotherapie bei chronisch entzündlichen Darm­er­krank­ungen. Hogrefe, Göttingen, 2006, 130 Seiten, kartoniert, 24,95 €
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