ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2007Protonentherapie: Keine Nutzenbelege beim Rektumkarzinom

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Protonentherapie: Keine Nutzenbelege beim Rektumkarzinom

Dtsch Arztebl 2007; 104(3): A-80 / B-76 / C-72

Merten, Martina

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LNSLNS Die Protonentherapie beim Rektumkarzinom kann künftig nicht mehr zulasten der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung durchgeführt werden, weil dafür keine Nutzenbelege vorliegen. Zu diesem Ergebnis kam der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) nach der Auswertung der wissenschaftlichen Literatur.
Als Niederlage für die Patienten bezeichneten Dr. med. Nicole Schlottmann, Vertreterin der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) im G-BA, und Patientenvertreter Dr. med. Stefan Etgeton den Beschluss. „Innovative Spitzenmedizin kann nicht mit dem Rasenmäher reguliert werden – schon gar nicht auf dem Rücken Not leidender Patienten“, kritisierte DKG-Präsident Dr. rer. pol. Rudolf Kösters. Auch die Bundes­ärzte­kammer hatte sich für die Erstattung der Leistung in medizinisch indizierten Fällen in hoch spezialisierten Krankenhäusern eingesetzt. Die Vorsitzende des Verbandes der Angestellten-Krankenkassen, Dr. med. Doris Pfeiffer, begrüßte dagegen die Entscheidung: „Erlaubt man in diesem Bereich die Protonentherapie, ist eine Ausweitung auf weitere Bereiche zu befürchten.“ Der G-BA hatte zuvor schon die Protonentherapie zur Behandlung des Mammakarzinoms und des Ästhesioneuroblastoms von der Erstattungsfähigkeit durch die GKV ausgeschlossen. MM
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