ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2007Drogenabhängigkeit: Problematisch
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Die Indikation zur antiviralen Therapie bei drogenabhängigen HCV-Infizierten sollte gut geprüft werden, da die psychische Belastung durch die Nebenwirkungen der antiviralen Therapie beträchtlich sind und eine psychische Destabilisierung der Patienten eine erhebliche Gefahr für einen Rückfall in den Drogenabusus darstellt. Durch die HCV-Infektion besteht meist keine akute Gefahr für das Leben der Patienten, sodass in Abhängigkeit von der Aggressivität der Hepatitis häufig ein Aufschub der Therapie erwogen werden kann. Eine Erhöhung der Krankheitseinsicht beim Patienten durch Einsatz der antiretroviralen HIV-Therapie, wie von den Autoren dargestellt, halte ich für problematisch, da die antiretrovirale HIV-Therapie nur bei guter Compliance zum Erfolg führt. Bei schlechter Krankheitseinsicht mit lückenhafter Einnahme bleibt der Erfolg aus, und die Patienten werden lediglich durch die Nebenwirkungen belastet . . .
Dr. Rainer Wawarta, Neuhäuserstraße 27,
86154 Augsburg
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