ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2007Drogenabhängigkeit: Die Kirche im Dorf lassen
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. . . Da ich seit 17 Jahren als Allgemeinarzt drogenabhängige Patienten substituiere, bezweifle ich nicht, was in Ballungsgebieten (Berlin, Ruhrgebiet, Dresden, München, den Schaffensorten der Autoren) gilt und was die Studie trefflich herausstellt (Unterversorgung und Fehlallokation). Nur die Substitutionswirklichkeit im „Rest der BRD-Welt“ oder in der sogenannten Fläche stellt sich mir anders dar. Zentrenbildung – der Tenor des Artikels – ist – nicht zuletzt aus Patientensicht – nahezu obsolet. Sie ist (kostspieliger) Ausdruck der zunehmenden kassenärztlichen Ohnmacht im Bereich der Suchtmedizin. „Die Kirche im Dorf zu lassen“, scheint mir angezeigt. Suchtmedizinische Fortbildung als Behandlungsinduktion lege artis und flächendeckend scheint mir mittlerweile Aufgabe der Selbstverwaltungskörperschaften (KVen und Kammern) zu sein. Stattdessen begegne ich (und viele Kollegen erleben Ähnliches) einer formal-rechtlichen Behinderung der Sicherstellung . . . Der Rückzug der substitutionswilligen Kollegen hat zumindest in der Fläche längst begonnen und ich (63) gehöre dazu . . .
Jürgen Schlee, Bahnhofstraße 9, 31675 Bückeburg
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